Wohn- u. Geschäftshaus
Domstraße 62 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6686 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Domstraße 62, 50668 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 26.11.1992 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Erbaut um 1890, 4 Geschosse, 4 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit neuerer fassadenbreiter Gaube, Tordurchfahrt in der rechten Achse; Putzfassade mit Fugenschnitt und Stuckgliederungen in Anklängen an die Gotik, EG und 3. OG verändert, Fenster und Türen verändert, Rückseite und seitlicher Anbau weitgehend backsteinsichtig, Fenster weitgehend verändert, Tür original, Tor der Durchfahrt verändert. Im Innern original erhalten: im Vestibül weitgehend Terrazzoboden (mit Mittelmotiv); im Flur Terrazzoboden mit Mosaikeinlagen, Terrazzotreppe mit gedrechseltem Holzgeländer und Antrittspfosten, weitgehend Wohnungseingangstüren (mit Laibungen und größtenteils auch mit Messingtürknauf). Nicht Bestandteil des Denkmals sind das 1geschossige Gebäude im rückwärtigen Bereich des Hinterhofs, der neuere Holzzaun sowie die nachträglich angebrachte Überdachung der Kellertreppe.
Die Domstraße gehört zu den zahlreichen Straßen der Kölner Altstadt, die im Zuge der von H. J. Stübben geplanten und ab 1881 durchgeführten Stadterweiterung über die Wälle hinaus verlängert wurden. Erst 1842 angelegt - als der Botanische Garten des Jesuitenklosters dem Eisenbahngelände weichen mußte - führt der Straßenzug von Norden aus direkt auf den Dom zu. Während von der Erstbebauung des Neustadtteils nichts mehr erhalten blieb, tragen im Altstadtbereich noch verschiedene Bauten zur Veranschaulichung des historischen Straßenbildes bei, so auch das Haus Nr. 62. Es ist integraler Bestandteil eines hier mit seinem Nachbarhaus (Nr. 64) gebildeten Ensembles. Dabei hebt sich das o. g. Objekt durch eine Fassadengestaltung in Anklängen an die Gotik besonders hervor. Während Fugenschnitt und Sohlbankgesimse das Gebäude in der Horizontale betonen, setzen die schmalen überlängten Stuckprofilierungen, die die stichbogenförmigen Fenster einfassen, vertikale Akzente. Als Fensterbekrönung kommt dabei neugotischer Stuckdekor zur Anwendung, wobei die Fenster im 1. OG zusätzlich eine Verdachung aufweisen. Hier befand sich einst die sog. Beletage, das Hauptgeschoß des Hauses mit den Repräsentationsräumen. Trotz der Veränderungen ist das obige Gebäude unbedingt erhaltenswert. Auch im Hinblick auf das bestehende Ensemble ist es ein unverzichtbares Dokument, das hier als eines der letzten den ursprünglichen Charakter der Straße und des Viertels bewahrt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0