Wohnhaus
Domstraße 68 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6687 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Domstraße 68, 50668 Köln |
| Baujahr | um 1898 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 26.11.1992 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Erbaut um 1898, 4 Geschosse, 5 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit 5 Gauben, Putzfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an die Gotik, Fenster und Tür verändert. Rückseite verändert (neuere Verblendung), Fenster verändert, Tür teilweise original. Im Innern ist von denkmalpflegerischer Relevanz: im Flur ältere Holztreppe mit schlichtem Holzgeländer und Antrittspfosten, eine Holztür. Nicht Bestandteil des Denkmals ist der neuere Fahrradunterstand im Hinterhof.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Die Domstraße gehört zu den zahlreichen Straßen der Kölner Altstadt, die im Zuge der von H. J. Stübben geplanten und ab 1881 durchgeführten Stadterweiterung über die Wälle hinaus verlängert wurden. Erst 1842 angelegt - als der Botanische Garten des Jesuitenklosters dem Eisenbahngelände weichen mußte - führt der Straßenzug von Norden aus direkt auf den Dom zu. Während von der Erstbebauung des Neustadtteils nichts mehr erhalten blieb, tragen im Altstadtbereich noch verschiedene Bauten zur Veranschaulichung des historischen Straßenbildes bei, so auch das Haus Nr. 68. Es ist integraler Bestandteil eines mit seinem etwa zeitgleich entstandenen, fassadenähnlichen Nachbarhaus (Nr. 70) gebildeten Ensembles. Beide Gebäude weisen eine Fassadengestaltung in Anklängen an die Gotik auf. Dabei ist das Erdgeschoß durch eine teilweise Quaderung als Sockel angedeutet worden. Die insgesamt eher flächig behandelte Fassade des o. g. Gebäudes, die vor allem im Bereich der Fensterbrüstungen reichen Stuckdekor erhalten hat, ist durch die gotisierende Verdachung des Fensters im 2. Obergeschoß in der Mittelachse betont worden. Das als Akanthusfries gestaltete Sohlbankgesims (im 3. Obergeschoß) sowie das Traufgesims runden das Erscheinungsbild ab. Das o. g. Objekt, das noch heute den Ausbau der Kölner Altstadt um die Jahrhundertwende veranschaulicht, ist somit unbedingt erhaltenswert. Auch im Hinblick auf das bestehende Ensemble wird es zum unverzichtbaren Dokument, das hier als eines der letzten den ursprünglichen Charakter der Straße und des Viertels bewahrt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0