Wohnhaus
Simrockstraße 6 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6766 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Simrockstraße 6, 50823 Köln |
| Baujahr | um 1902 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 01.04.1993 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Um 1902 erbaut, 3 Geschosse, 3 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß, Putzfassade mit reicher Stuckgliederung im Jugendstil, linke Achse betont mit zweigeschossigem Erker auf halbeliptischem Grundriß und Ziergiebel, Mansarddach mit 2 Gauben. Fenster größtenteils original, Haustür verändert. Rückfront mit Hinterhaus: backsteinsichtig (gelber Backstein), EG verputzt; Balkone an der Rückfront des Vorderhauses (orig. Metallgeländer).
Im Innern original erhalten: Fliesenboden und Wandstuck in Vestibül (mit Stützbogen) und Flur; Holztreppe und Holzgeländer mit gedrechselten Stäben und Antrittspfosten, z. T. Wohnungs- und Zimmertüren.
Der Vorort Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Die Simrockstraße (früher Karlstraße), an der sich das o. g. Gebäude befindet, gehört neben der Körnerstraße zu den ersten planmäßigen Siedlungsansätzen des Stadtteils. Die teilweise erhaltene historische Bebauung weist mit dem Nebeneinander verschiedener Haustypen und den abwechslungsreich gestalteten Fassaden auf die unterschiedlichen, hier damals ansässigen Sozialschichten hin. Das Gebäude bildet ein Ensemble mit dem Nachbarhaus Nr. 8 sowie den Häusern Nr. 12 und 14. Es repräsentiert die reiche gründerzeitliche Stilphase in diesem Stadtteil, in der deutliche Einflüsse der Kölner Neustadtarchitektur faßbar werden. Hier zeigt sich die allmähliche Annäherung des neuen Stadtteils an die Innenstadt und darüber hinaus auch die wachsenden Ansprüche der Bürger Ehrenfelds. Als Hinweis auf die sozialgeschichtliche und architektonische Entwicklung Ehrenfelds sowie als Beispiel für die Gestaltungsvielfalt der stadtteilspezifischen Gründerzeitarchitektur, hier schon deutlich Jugendstilformen aufweisend, wird das o. g. Gebäude daher zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0