Wohnhaus
Markomannenstraße 18 · Deutz
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6909 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Markomannenstraße 18, 50679 Köln |
| Baujahr | 1928 |
| Architekt / Planung | Anton Schmitz |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.09.1993 |
| Stadtteil | Deutz |
1928 erbaut; Architekt: Anton Schmitz; 3 Geschosse und ausgebautes Dachgeschoß; 7 Achsen, rechter Gebäudeteil in zurückspringender Fluchtlinie, Hauseingang in flacher Wandvorlage in 2. Achse von rechts, links Garageneinfahrt; Putzfassade mit Werksteinsockel und -portalrahmung; Haustür original; Fenster erneuert. Rückseite: 5 Achsen; Putzfassade; Loggien und vorkragende EG-Terrasse mit originalen Brüstungsgeländern; Fenster erneuert; Hoftür original. Im Inneren original erhalten: Eingangsbereich und Treppenhaus mit Natursteinboden und halbhoher Wandverkleidung aus Marmor, Terrazzotreppe mit eisernem Geländer mit Holzhandlauf; Wohnungsabschlußtüren; Zimmertüren.
Die Beseitigung der preußischen Befestigungsanlagen nach 1907 ermöglichte die Erweiterung von Deutz nach dem Vorbild der Kölner Neustadt, indem der bisherige Stadtkern durch eine breite Ringstraße umgeben wurde. Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Bebauung im Bereich östlich des Gotenrings planmäßig betrieben. Hier entstanden in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts zum Teil genossenschaftlich errichtete Wohnhausanlagen umfangreichen Ausmaßes. Die Markomannenstraße liegt zentral inmitten dieser Blockbebauung des sog. "Germanenviertels" und läßt ihr städtebauliches Konzept als Alleestraße, die auf das Eduardus-Krankenhaus ausgerichtet ist, deutlich erkennen. Die dreigeschossigen Häuserzeilen der beiden Straßenseiten sind spiegelsymmetrisch mit mittlerem Fluchtlinienrücksprung entsprechend dem Rotdorn-Baumbestand aufeinander bezogen. Die Wohnhausgruppe Nr. 2 - 18 ist integraler Bestandteil dieses Gebäudeskomplexes. Sie wurde 1928 nach Plänen des Architekten Anton Schmitz errichtet und zeigt für die Bauzeit charakteristische Gestaltungsmerkmale, die sich auf schlichte kubische Formen und sparsamen Einsatz linearer Gliederungselemente beschränken. In der gesamten Anlage äußert sich, besonders hinsichtlich des Innenausbaus, ein großzügiger Standard entsprechend den damaligen Prinzipien für zeitgemäßen Wohnungsbau. Kennzeichnend für die Nutzung durch Bevölkerungsschichten des gehobenen Mittelstandes ist das qualitätvolle, hohe Ausstattungsniveau, das in allen Häusern weitestgehend in gutem originalen Zustand erhalten ist. Die Gebäude Nr. 2 - 18 sind deshalb jedes für sich als Bestandteil des geschlossenen Ensembles Markomannenstraße unverzichtbare Objekte.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0