Wohn- u. Geschäftshaus
Weißenburgstraße 68 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7024 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Weißenburgstraße 68, 50670 Köln |
| Baujahr | 1900 bis 1910 |
| Architekt / Planung | Wilhelm Meyer |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 18.01.1994 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Erbaut um 1905, Architekt: Wilhelm Meyer; Eckhaus zur Hülchrather Straße, 5 Geschosse, 4 : 3 Achsen, Fassade zur Weißenburgstraße: zweite Achse von links durch Erker mit Balkon und Ziergiebel auf rechteckigem Grundriß sowie äußere, rechte Achse durch leicht vorspringende Wandvorlage mit Balkonen (1. - 4. Obergeschoß, originale Balkongeländer) besonders betont, im Erdgeschoß: Eckladen; Fassade zur Hülchrather Straße: Mittelachse durch Risalit mit Balkon und Ziergiebel akzentuiert, Vorgarten mit originaler Einfriedung (verputztes Mäuerchen mit Pfeilern und schmiedeeisernem Zaun); Putzfassaden mit Stuckgliederungen (teilweise verändert) in Anklängen an den Jugendstil; Fenster überwiegend original, Haustür erneuert. Rückseite backsteinsichtig; Fenster überwiegend original. Zum Denkmal zugehörig die das Grundstück im Süden und Osten eingrenzende, originale, verputzte Mauer. Im Innern original: Terrazzoboden mit Marmorbordüre, Wand- und Deckenstuck, Terrazzotreppenstufen, schmiedeeisernes Treppengeländer mit Metallhandlauf, Wohnungstüren.
Die von Hermann Joseph Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Im Zuge ihrer Durchführung ab 1881 wurde im Norden u. a. die Weißenburgstraße als Allee angelegt, die in West-Ost-Richtung das ehemalige Arbeiterviertel, östlich des Güterbahnhofs, mit dem sich durch aufwendigere Bebauung auszeichnenden Gerichtsviertel, westlich des Reichensperger Platzes, verbindet. Das Wohn- und Geschäftshaus Weißenburgstr. 68, gegenüber dem Oberlandesgericht gelegen, besitzt aufgrund seiner Lage an einer Kreuzung stadtbildprägenden Charakter. Es bewahrt mit seiner baukünstlerischen Gestaltung, beispielsweise mit den die Vertikale betonenden Gestaltungselementen Erker, Risalit und Wandvorlage sowie mit seiner Parzellenüberbauung (Art und Ausmaß der Bebauung) und Maßstäblichkeit das ursprüngliche Erscheinungsbild des Straßenzuges. Das Wohn- und Geschäftshaus gehört als integraler Bestandteil unverzichtbar zu dem gründerzeitlichen Ensemble Neustadt/Nord dazu.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0