Wohnhaus
Weißenburgstraße 70 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7025 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Weißenburgstraße 70, 50670 Köln |
| Baujahr | 1900 bis 1910 |
| Architekt / Planung | Wilhelm Meyer |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 18.01.1994 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Erbaut um 1905, Architekt: Wilhelm Meyer; 4 Geschosse, Sockel- und Giebelgeschoß, 3 Achsen, Mittelachse durch Erker mit Balkon auf polygonalem Grundriß besonders betont; Putzfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an den Jugendstil. Fenster original, Haustür erneuert. Rückseite backsteinsichtig, Fenster original. Zum Denkmal zugehörig die das Grundstück im Süden und Westen eingrenzende, originale, verputzte Mauer. Im Innern original: Terrazzoboden, Wand- und Deckenstuck, Terrazzotreppenstufen, schmiedeeisernes Treppengeländer mit Metallhandlauf, Wohnungstüren teilweise, Deckenstuck in den Wohnungen.
Die von Hermann Joseph Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Im Zuge ihrer Durchführung ab 1881 wurde im Norden u. a. die Weißenburgstraße als Allee angelegt, die in West-Ost-Richtung das ehemalige Arbeiterviertel, östlich des Güterbahnhofs, mit dem sich durch aufwendigere Bebauung auszeichnenden Gerichtsviertel, westlich des Reichensperger Platzes, verbindet. Das Wohnhaus Weißenburgstr. 70, gegenüber dem Oberlandesgericht gelegen, bewahrt mit seiner baukünstlerischen Gestaltung, der axialsymmetrischen Fassadendisposition mit einem Erker als die Vertikale betonenden Gestaltungselement sowie mit seiner Parzellenüberbauung (Art und Ausmaß der Bebauung) das ursprüngliche Erscheinungsbild des Straßenzuges. Das typische Dreifensterhaus gehört als integraler Bestandteil unverzichtbar zu dem gründerzeitlichen Ensemble Neustadt/Nord dazu.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0