Wohnhaus
Möhlstraße 7 · Dellbrück
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7040 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Möhlstraße 7, 51069 Köln |
| Baujahr | 1900 bis 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 08.02.1994 |
| Stadtteil | Dellbrück |
1900-05 erbaut; 2 Geschosse; 3 Achsen, Betonung der linken leicht vortretenden Achse durch Giebel; Putzfassade mit Stuckgliederungen in stilistischen Anklängen an Jugendstil und Renaissance; Hauseingang in linker Achse mit originaler Haustür; Fenster erneuert. Seitliche Giebelfassade backsteinsichtig ohne Öffnungen, Maueranker. Rückseite: Fassade backsteinsichtig, Fenster erneuert, teilweise verändert durch neuere Öffnung im Dachbereich, backsteinsichtiger eingeschossiger Anbau.
Der heutige Ortsbereich Dellbrück entstand erst 1905 durch Zusammenlegung der Dörfer Thurn, Strunden, Hagedorn und Alt Dellbrück und wurde 1914 nach Köln eingemeindet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wuchsen die einzelnen Ortschaften mehr und mehr zusammen und der Ort begann sich unter dem Einfluß der verkehrsmäßigen Anbindung an Köln durch Eisen- und Straßenbahnlinien zu entwickeln. Kurz nach der Jahrhundertwende entstand im Bereich nördlich der Bergisch Gladbacher Straße an der Möhl- und Ottilienstraße vorstädtische Wohnbebauung, die noch in geschlossenen Ensembles von jeweils mehreren Häusern erhalten ist. Zusammen mit den Nachbargebäuden Nr. 9 und 11 dokumentiert das Haus Möhlstr. 7 diese Phase des Ortsausbaus. Sein Bautypus innerhalb der mit zwei Geschossen relativ niedrig gehaltenen Häusergruppe verdeutlicht die Herkunft vom Einfamilienhaus kleinmaßstäbigen Charakters. Seine Fassade, die zeitgemäß flächigen Stuckdekor aufweist, ist Ausdruck des bürgerlichen Repräsentationsanspruchs der damals wachsenden vorstädtischen Bevölkerung. Für das historische Erscheinungsbild der Möhlstraße ist das o. g. Objekt deshalb unverzichtbares Dokument und unbedingt zu erhalten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0