Wohnhaus

Möhlstraße 9 · Dellbrück

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_8130
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Möhlstraße 9, 51069 Köln
Baujahr1901
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 21.08.1997
Stadtteil Dellbrück

1901 erbaut (inschriftlich datiert an Wetterfahne), zweigeschossig mit später ausgebautem Dachgeschoß.

Straßenfront: dreiachsige Stuckfassade (Fugenschnitt) mit seitlichem Giebel, Gliederungen in stilistischen Anklängen an Gotik, Renaissance und Jugendstil, Hauseingang in rechter Achse mit 2 Terrazzostufen und originaler Haustür, Fensteröffnungen rechteckig mit stuckierten Schlußsteinen, im OG mit durchlaufender Brüstung, dreipaßförmigen Einfassungen und stuckierten Blendfeldern, rechts 2 gekuppelte Rundbogenöffnungen, Bogenfries in der Traufe, rechts Giebel mit Rundbogenöffnung, Fenster erneuert, 3 liegende Dachfenster.

Rückseite: backsteinsichtig, baueinheitlicher Anbau.

Bestandteil des Denkmals ist auch der Garten mit altem Baumbestand.

Der heutige Ortteil Dellbrück ging 1905 aus der Zusammenlegung der Dörfer Thurn, Strunden, Hagedorn sowie der Dellbrücker Anwesen hervor und wurde 1914 als Teil des Kreises Mülheim nach Köln eingemeindet. Die Dellbrücker Flur war wegen ihrer günstigen Lage zwischen Mülheim und Bergisch Gladbach zur Poststation an der 1843 zur Chaussee ausgebauten Bergisch Gladbacher Straße geworden. Nach dem 1868 erfolgten Bau der Bahnlinie wurde auch ein Bahnhof eingerichtet, der die Entwicklung Dellbrücks zu einem vorstädtischen Zentrum förderte. Dieses entwickelte sich v. a. an der Dellbrücker Hauptstraße, an der Bergisch Gladbacher Straße und im Bahnhofsbereich (Ottilien- und Möhlstraße). Das o. g. Objekt ist Teil der bahnhofsnahen Erst-Bebauung und daher ein wichtiges Zeugnis für die Umwandlung der ländlichen Gemarkung zu einem Vorort Mülheims.

Die unterschiedlichen Stilen entlehnten Schmuckformen vermitteln zwischen dem linken Nachbarhaus Nr. 7 (Anklänge an Gotik und Renaissance) und dem rechten Haus Nr. 11 (Jugendstil-Ornamente) und bildet daher einen integrativen Bestandteil des Ensembles. Darüberhinaus kommt dem Haus wegen seiner im Vergleich mit anderen Dellbrücker Bauten repräsentativen Fassadengestaltung (Stuckfassung der OG-Fenster, Bogenfries, Giebelgestaltung) eine besonder Bedeutung zu. Daher ist das o. g. Objekt samt Garten unbedingt zu erhalten.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0