Wohnhaus
Weißenburgstraße 53 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7045 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Weißenburgstraße 53, 50670 Köln |
| Baujahr | 1908 bis 1919 |
| Architekt / Planung | Otto Reusteck |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 08.02.1994 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Erbaut: um 1913/1914, Architekt: Otto Reusteck; 4 Geschosse, ausgebautes Giebelgeschoß, 3 Achsen, Mittelachse durch Erker mit Zierbalkonen und Dachhaube auf rechteckigem Grundriß besonders betont, Eingangsachse (links) mit Mittelachse durch hohen, geschwungenen Ziergiebel, versetzt hinter Dachhaube des Erkers verbunden; Putzfassade mit Gliederungen im Stil des Neoklassizismus. Fenster und Haustür original. Rückseite verputzt, Fenster original, Balkone mit originalem Geländer, auch an östlicher und nördlicher Gebäudewand (östliche Gebäudewand mit segmentförmigem Vorsprung) des Hinterhauses. Zum Denkmal zugehörig die einen Garten eingrenzende, originale, verputzte Backsteinmauer im Norden, Westen und Osten des Grundstücks. Im Inneren original: Bodenfliesen, MarmorWandverkleidung, Wand- und Deckenstuck, Wandfliesen, Terrazzotreppenstufen, schmiedeeisernes Treppengeländer mit Holzhandlauf, Wohnungstüren.
Die von Hermann Joseph Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Im Zuge ihrer Durchführung ab 1881 wurde im Norden u. a. die Weißenburgstraße als Allee angelegt, die in West-Ost-Richtung das ehemalige Arbeiterviertel, östlich des Güterbahnhofs, mit dem sich durch aufwendigere Bebauung auszeichnenden Gerichtsviertel, westlich des Reichensperger Platzes, verbindet. Das über den Zweiten Weltkrieg hinaus erhalten gebliebene Wohnhaus Weißenburgstr. 53 gehört aufgrund seines Baualters (zusammen mit seinen westlichen Nachbarbauten Weißenburgstr. 47 - 49 und 51) zur zweiten Erschließungsphase der Kölner Neustadt. Es bewahrt mit seiner baukünstlerischen Gestaltung, beispielsweise der strengen Fassadengliederung, sowie mit seiner Parzellenüberbauung (Art und Ausmaß der Bebauung) und Maßstäblichkeit, das ursprüngliche Erscheinungsbild des Straßenzuges. Gleichzeitig dokumentiert das Wohnhaus (innerhalb des westlich angrenzenden Gebäude-Ensembles) einen Stilwandel vom Eklektizismus zum Neoklassizismus. Es paßt sich der bereits vorhandenen historistischen Bebauung (z. B. östlich von Weißenburgstr. 53) an und gehört als unverzichtbarer, integraler Bestandteil zum Ensemble Neustadt/Nord dazu.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0