Wohnhaus

Weißenburgstraße 76 · Neustadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7057
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Weißenburgstraße 76, 50670 Köln
Baujahrum 1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 07.03.1994
Stadtteil Neustadt/Nord

Erbaut um 1905; 4 Geschosse, Sockel- und Giebelgeschoß, 3 Achsen, Mittelachse durch Erker mit Balkon (erneuert) auf rechteckigem Grundriß besonders betont; Putzfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an den Jugendstil; Fenster und Haustür erneuert, schmiedeeiserne Fensterbrüstungen (linke Achse, 1.-3. Obergeschoß) original.

Rückseite backsteinsichtig, Fenster erneuert (originale Fenster an der südlichen Hauswand zum Lichthof). Zum Denkmal zugehörig ist die einen Garten begrenzende originale Backsteinmauer mit Pfeilern im Süden und Osten des Grundstücks.

Im Inneren original: Marmor-Bodenplatten, Marmor-Wandverkleidung, Wand- und Deckenstuck, Marmor-Treppenstufen, schmiedeeisernes Treppengeländer mit Holzhandlauf, teilweise Deckenstuck in den Wohnungen, teilweise Zimmertüren in den Wohnungen.

Die von Hermann Joseph Stübben geplante Stadterweiterung der Kölner Neustadt gilt als bedeutendste des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Im Zuge ihrer Durchführung ab 1881 wurde im Norden u. a. die Weißenburgstraße als Allee angelegt, die in West-Ost-Richtung das ehemalige Arbeiterviertel östlich des Güterbahnhofs, mit dem sich durch aufwendigere Bebauung auszeichnenden Gerichtsviertel westlich des Reichensperger Platzes, verbindet. Das über den Zweiten Weltkrieg hinaus erhalten gebliebene Wohnhaus Weißenburgstraße 76, gegenüber dem Oberlandesgericht gelegen, bewahrt mit seiner baukünstlerischen Gestaltung, der axialsymmetrischen Fassadendisposition und der individuellen Fassadendekoration, Maßstäblichkeit und Parzellenüberbauung (Art und Ausmaß der Bebauung) das ursprüngliche Erscheinungsbild des Straßenzugs. Das dreiachsige Wohnhaus mit zentriertem Erker gehört in seiner Gesamtheit als integraler Bestandteil zu dem gründerzeitlichen Ensemble Neustadt-Nord dazu.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0