Wohnhaus
Riehler Straße 43 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4256 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Riehler Straße 43, 50668 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 19.08.1987 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Das um 1905 erbaute viergeschossige Mietstockwerksgebäude besitzt eine achsial strukturierte Stuckfassade von drei Achsen. Diese Achsen werden auf beiden Seiten in schmale Doppelfenster aufgelöst, in der Mitte, die durch einen Mittelrisalit mit Ziergiebel im Dachgeschoß betont wird, bestehen die Fenster teilweise aus einer Dreiergruppe, die im 3. OG mit stukkierten Bogenornamenten zusammengefaßt wird. Die Stuckornamente sind dem floralen Jugenstil verpflichtet, die zurückhaltende Dekorationselemente betonen weniger die Konstruktion sondern verstehen sich mehr als Dekor von Flächen im Brüstungs- und Giebelbereich. Holzfenster und Holztüren wurden erneuert. Der Eingangsbereich wurde ebenfalls modernisiert, original verblieben die Terrazzotreppe mit Holzgeländer und Treppenabsätze mit Kleinmosaiken. Die Wohnungen wurden umgebaut, die Grundrisse blieben jedoch teilweise original erhalten.
Das Haus Riehler Str. 43 ist bedeutend für die Geschichte der Kölner Neustadt, die ab 1881 nach Plänen des Kölner Baumeisters Josef Stübben anstelle der alten Mauer- und Wallanlage errichtet wurde. Die sich halbkreisförmig um die Altstadt ziehende Bauzone ist absichtlich im Wohnwert und städtebaulichen Standard stark differenziert und wird durch die sogenannten "Ringe" verbunden.
Die Differenzierung wurde durch die gestalterische Verwendung öffentlicher Bauten wie Kirchen und Opernhaus und Plätzen unterstrichen, auch die Lage am Volksgarten einerseits oder am Bahnhof andererseits bestimmen Anspruch und Stil der gründerzeitlichen Bebauung.
Die durchweg privaten Mietshäuser wurden durch den starken Wirtschaftsaufschwung finanziert, der durch die Industrialisierung der Rheinlande nach der preußischen Besetzung einsetzte.
Die Riehler Straße ist eine vom Ebertplatz ausgehende breite Verkehrsstraße nach Riehl und nach Mülheim. Für die Nutzung und Erhaltung des Objektes sprechen architektonische, kunsthistorische und städtebauliche Gründe.
Städtebaulich ist das Gebäude schützenswert, da es aus der Zeit der Erstbebauung der Neustadt stammt. Auch die Nachbarhäuser 37, 39 und 41 sind Teil eines originalen Bauensembles. Bemerkenswert ist die original erhaltene Einfriedung des kleinen Vorgartens.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0