Wohnhaus
Tiefentalstraße 17 · Mülheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7105 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Tiefentalstraße 17, 51063 Köln |
| Baujahr | um 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.04.1994 |
| Stadtteil | Mülheim |
Um 1900 erbaut; 4 Geschosse und ausgebautes Dachgeschoß; EG verändert; 3 Achsen; Putzfassade mit Stuckgliederungen in gotischen Stilanklängen; stichbogige Fensteröffnungen; Fenster und Haustür erneuert.
Rückseite: backsteinsichtig; Fenster erneuert; Hoftür original; backsteinsichtiger 4geschossiger Anbau mit erneuerten Fenstern; backsteinsichtige Einfriedungsmauern.
Im Inneren original erhalten: Terrazzoboden in Eingangsbereich und Treppenhaus; Holztreppe mit gedrechseltem Geländer und Antrittspfosten; Aborttüren; Wohnungsabschlußtüren erneuert.
Die im Mittelalter entstandene Ortschaft Mülheim gehörte bis zur französischen Besetzung 1795 zur Grafschaft bzw. dem Herzogtum Berg, kam 1815 zur preußischen Rheinprovinz und wurde 1914 nach Köln eingemeindet. Seit 1870 entwickelte sich die Kleinstadt Mülheim rasch zur großindustriell geprägten Mittelstadt, nachdem u. a. durch die Anlage von Eisenbahnlinien 1845 bzw. 1856-74 die Ansiedlung von Industriebetrieben am Rande des historischen Ortskerns begünstigt worden war. Der Bevölkerungszuwachs infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs führte zur Bebauung ehemals freien Geländes mit Wohnbauten. Zu dieser gründerzeitlichen Stadterweiterung Mülheims gehört auch der Bereich Berliner Straße, Schützenhof-, von-Sparr- und Hacketäuerstraße. Dort entstand ein in seiner Geschlossenheit noch heute wirkungsvolles Ensemble schlichter, zumeist viergeschossiger Mietstockwerkhäuser. Die Tiefentalstraße, früher Talstraße, ist benannt nach dem tief gelegenen Überschwemmungsgebiet des Faulbachtales, das hier ursprünglich verlief. Die ersten Häuser entstanden seit der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge der Eisenbahn- und Straßenerschließung der nördlichen Umgebung des alten Mülheim. Das o. g. Objekt charakterisiert im Hinblick auf die gegenüberliegenden älteren und wesentlich niedrigeren Häuser aus der frühen Bebauungsphase der Straße eine jüngere Stufe der architektonischen Entwicklung. Als Teil der Häusergruppe Nr. 15-19, die um die Jahrhundertwende errichtet wurde, ist das o. g. Gebäude für das historische Erscheinungsbild der Straße unverzichtbar und unbedingt zu erhalten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0