Wohnhaus

Thürmchenswall 33 · Altstadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7135
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Thürmchenswall 33, 50668 Köln
Baujahrum 1900
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 28.04.1994
Stadtteil Altstadt/Nord

Erbaut um 1900; 4 Geschosse, ausgebautes Dachgeschoß, 5 Achsen, Putzfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an den Jugendstil (Stukkatur nicht mehr komplett, teilweise erneuert), Erdgeschoß verändert (Ladeneinbau, Klinker), Fassade horizontal gegliedert (Sohlbankgesimse, Stuckbänder). Fenster teilweise original, Haustür erneuert.

Rückseite backsteinsichtig, Fenster teilweise original. Zum Denkmal zugehörig ist die das Grundstück im Osten eingrenzende originale Backsteinmauer.

Im Inneren original: Bodenfliesen im nördlicheren (hinteren) Flur, Holzgeländer mit Holzhandlauf und Antrittspfosten (Bekrönung fehlt), Boden-Fliesenbelag der jeweiligen Treppenpodeste.

Die von Hermann Joseph Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Im Zuge ihrer Durchführung seit 1881 wurde auch die nördliche Straßenseite des Thürmchenswalls, das nördlichste Teilstück der alten inneren Wallstraße, das die mittelalterliche Stadtgrenze bildete, bebaut. Das einst ausschließlich als Wohnhaus genutzte Objekt Thürmchenswall 33 gehört zu den wenigen über den Zweiten Weltkrieg hinaus erhalten gebliebenen Gründerzeitbauten innerhalb des Straßenzuges. Es bewahrt mit seiner baukünstlerischen Gestaltung, der klaren Fassadengliederung, der Maßstäblichkeit und Parzellenüberbauung (Hofbebauung, Ausnutzung und Abgrenzung des Gründstücks) das ursprüngliche Erscheinungsbild (trotz Veränderung) und ist somit ein unverzichtbares Dokument der Stübbenschen Stadterweiterung.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0