Wohn- u. Geschäftshaus
Dagobertstraße 65 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7204 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Dagobertstraße 65, 50668 Köln |
| Baujahr | 1906 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 15.09.1994 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Erbaut: 1906 (inschr. datiert); 4 Geschosse, ausgebautes Dachgeschoß und nachträglich ausgebauter Spitzboden, 3 Achsen, linke Achse durch flachen Ziererker auf trapezförmigem Grundriß mit rahmenden Kolossalpilastern und geschwungenem Ziergiebel besonders betont; Putzfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an den Jugendstil; EG mit Ladeneinbau verändert, Fenster und Wohnhaustür erneuert.
Rückseite und Anbau backsteinsichtig, Fenster (an der Nordwand teilweise verändert, mit originalen Metallgittern) überwiegend erneuert. Zum Denkmal gehört die originale verputzte Backsteinmauer mit Pfeileruntergliederung im Osten des Grundstücks.
Im Innern original: Terrazzoboden mit Ornament, Terrazzotreppe (Herstellernachweis auf der untersten Treppenstufe), Holzgeländer mit Holzhandlauf und Antrittspfosten.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kölner Altstadt zu 90 % zerstört. Auch die historische Bebauung der Dagobertstraße war von den Kriegseinwirkungen betroffen. Die Dagobertstraße kennzeichnet heute ein heterogenes Erscheinungsbild mit Wohn- und Infrastrukturbauten unterschiedlichern Baualters. Eine steinerne Pumpe verweist auf die Besiedlung des 18. Jahrhunderts.
Das Wohn- und Geschäftshaus Dagobertstr. 65 ist das einzige Gebäude auf der nördlichen Seite des mittleren Straßenabschnitts (westlich von Unter Kahlenhausen), dessen Baukörper mit der größtenteils ursprünglichen Fassade aus historischer Zeit (1. - 3. OG) weitgehend erhalten ist. Ihm kommt deshalb eine besondere städtebauliche und stadtgeschichtliche Bedeutung zu. Die verhältnismäßig schlichte Jugendstilfassade, die Geschoßanzahl und Bebauungsweise (von einer originalen verputzten Backsteinmauer eingefriedeter tiefer Hinterhof) dokumentieren die Bebauung der Dagobertstraße Anfang des 20. Jahrhunderts und belegen gleichzeitig das spät gründerzeitliche Baugeschehen im Norden der seit dem Mittelalter erschlossenen Kölner Altstadt. Das oben genannte stadtbildprägende Objekt ist somit trotz Veränderungen des Äußeren und Innern erhaltenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0