Siedlung "Göttersiedlung"
Wodanstraße 5 · Rath/Heumar
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7218 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Siedlung "Göttersiedlung" |
| Adresse | Wodanstraße 5, 51107 Köln |
| Baujahr | um 1925 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 15.09.1994 |
| Stadtteil | Rath/Heumar |
Um 1925 erbaut; Architekten: Pasmann & Bonn (?); Teil der "Göttersiedlung"; Doppelhaushälfte; 1 Geschoß und ausgebautes Mansardwalmdach (2 originale Gauben); 2 Achsen; Putzfassade mit Stuckgliederungen; Hauseingang loggienartig mit Bogenöffnungen und Freitreppe mit originalem Metallgeländer; Eingang und flankierende Fensteröffnungen mit Stuckrahmung, Fenstergitter original, Haustür original; rechteckige Fensteröffnung im EG mit originalen Klappläden, Fenster oringinal (im EG mit neuer Doppelverglasung); Seitenfassade mit originalen Fenstern und Klappläden, 1 originale Dachgaube. Rückseite: Putzfassade; originale Gauben; Fenster erneuert, (südliches EG-Fenster original mit neuer Doppelverglasung), nördliche EG-Fensteröffnung vergrößert, Klappläden erneuert; Kellertreppe mit originalem Metallgeländer, Kellertür original. Im Inneren original erhalten: Holztreppe, alle Türen, Steinholzböden, Holzdielenböden im Dachgeschoß, Grundrißgestaltung. Bestandteil des Denkmals ist auch der zum Haustyp gehörige, straßenseitig großenteils original eingefriedet Vorgarten (Zaun erneuert) und der rückwärtige Garten mit teilweise altem Baumbestand. Nicht Bestandteil ist die neuere seitliche Garage.
Das Haus Wodanstr. 5 ist integraler Bestandteil des Ensembles "Göttersiedlung", die zwischen 1920 und 1938/39 für Bewohner des Mittelstandes durch die Gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft Eigenheim "Königsforst" errichtet wurde. Die unter dem Einfluß der Gartenstadtbewegung nach einheitlichem städtebaulichem Plan entstandene Wohnsiedlung dokumentiert zum einen die Entwicklung des Dorfes Rath zum Wohnvorort Kölns nach der Eingemeindung im Jahre 1914. Sie spiegelt gleichzeitig die städtische Siedlungspolitik wider, die infolge der Aufgliederung der Stadt in Funktionsbereiche zunehmend die Verlagerung der Wohnbereiche aus der Kölner Innenstadt in die Außenbezirke betrieb. Die Bebauung im weitgehend rechtwinklig angelegten Straßensystem erfolgte mit ein- bis zweigeschossigen Einfamilienhäusern in Form von unterschiedlich geprägten Doppel- und Einzelhäusern mit großen Gärten. Die Häuser, die nach der Erstellung durch die Genossenschaft, teilweise unter Berücksichtigung der Wünsche der späteren Eigentümer, in Privatbesitz übergingen, zeichnen sich durch übereinstimmenden Baustil aus. Es handelt sich um einen Heimatstil städtischer Prägung, dessen Gestaltungsmerkmale - vorkragende Dächer und Sprossenfenster mit Schlagläden - zum einen den architektonischen Bezug zur topographischen Lage am Rand des Bergischen Landes herstellen, zum anderen eine Orientierung am Vorbild bürgerlicher Villen erkennen lassen und damit das Repräsentationsbedürfnis der Eigenheimbesitzer spiegeln. Die Wodanstraße gehört zum älteren Bauabschnitt der 20er Jahre, in dem das Doppelhaus dominiert, und ist gekennzeichnet durch einige verschiedene Haustypen, die teils expressionistische, häufiger barocke Elemente aufweisen. Etwa ab Straßenmitte an der Kreuzung Freyastraße setzt sich ein schlichter zweigeschossiger Haustyp durch. Das Doppelhaus Wodanstr. 5/7 gehört zum eingeschossigen Typ mit glockenförmig ausschwingender Mansarddachhaube und barocken Formanklängen im Detail, die besonders am loggienartig zurückliegenden Hauseingang mit Stuckrahmung und Freitreppe konzentriert sind. Innerhalb der als Gartenstadt angelegten Siedlung gehören zum Typus der Häuser als wesentliche Bestandteile auch die umgebenden begrünten Flächen, der Vorgarten und der rückwärtige Garten mit teilweise altem Baumbestand. Dank seines weitgehend unveränderten Erscheinungsbildes trägt das o. g. Objekt zur Veranschaulichung der städtebaulichen Einheit der "Göttersiedlung" bei, die ein in Köln einzigartiges Beispiel verschiedener architektonischer Lösungen des Einfamilienhauses im Siedlungsbau der 20er Jahre darstellt, deren Häuser als Zeitdokumente und Denkmäler unbedingt zu erhalten sind.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0