Siedlung "Göttersiedlung"
Wodanstraße 20 · Rath/Heumar
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7245 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Siedlung "Göttersiedlung" |
| Adresse | Wodanstraße 20, 51107 Köln |
| Baujahr | ca 1925 |
| Eigentum | kirchliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 28.10.1994 |
| Stadtteil | Rath/Heumar |
Erbaut ca. 1925; Architekten: Pasmann & Bonn (?); Teil der "Göttersiedlung"; Doppelhaushälfte; 1 Geschoß und ausgebautes Mansardwalmdach mit 2 originalen, jedoch neu verkleideten Gauben; 2 Achsen; Putzfassade mit Stuckgliederung; Hauseingang loggienartig eingezogen mit Bogenöffnungen und Freitreppe mit originalem Metallgeländer; Eingang und flankierende Fensteröffnungen mit Fenstergitter und Stuckrahmung original; ansonsten sämtliche Fenster erneuert; alle Schlagläden original; Rückseite: 2 neuverkleidete Gauben (in der Substanz original); Fenster erneuert; Schlagläden der 2 Fensterachsen original; Kelleraußentreppe mit Geländer original, Belag erneuert. Im Innern original erhalten: Türen mit Rahmungen und Beschläge (Ausnahme 2 Türgriffe im OG); Treppenanlage aus Holz; Steinholzböden; Raumaufteilung der Erbauungszeit; Dach Ende der 60er Jahre neu eingedeckt; Bestandteil des Denkmals ist auch der Vorgarten sowie der rückwärtige Garten.
Das Haus Wodanstr. 20 ist integraler Bestandteil des Ensembles "Göttersiedlung", die zwischen 1920 und 1938/39 für Bewohner des Mittelstandes durch die Gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft Eigenheim "Königsforst" errichtet wurde. Die unter dem Einfluß der Gartenstadtbewegung nach einheitlichem städtebaulichem Plan entstandene Wohnsiedlung dokumentiert zum einen die Entwicklung des Dorfes Rath zum Wohnvorort Kölns nach der Eingemeindung im Jahre 1914. Sie spiegelt gleichzeitig die städtische Siedlungspolitik wider, die infolge der Aufgliederung der Stadt in Funktionsbereiche zunehmend die Verlagerung der Wohnbereiche aus der Kölner Innenstadt in die Außenbezirke betrieb. Die Bebauung im weitgehend rechtwinklig angelegten Straßensystem erfolgte mit ein- bis zweigeschossigen Einfamilienhäusern in Form von unterschiedlich geprägten Doppel- und Einzelhäusern mit großen Gärten. Die Häuser, die nach der Erstellung durch die Genossenschaft, teilweise unter Berücksichtigung der Wünsche der späteren Eigentümer, in Privatbesitz übergingen, zeichnen sich durch übereinstimmenden Baustil aus. Es handelt sich um einen Heimatstil städtischer Prägung, dessen Gestaltungsmerkmale - vorkragende Dächer und Sprossenfenster mit Schlagläden - zum einen den architektonischen Bezug zur topographischen Lage am Rand des Bergischen Landes herstellen, zum anderen eine Orientierung am Vorbild bürgerlicher Villen erkennen lassen und damit das Repräsentationsbedürfnis der Eigenheimbesitzer spiegeln. Die Wodanstraße gehört zum älteren Bauabschnitt der 20er Jahre, in dem das Doppelhaus dominiert, und ist gekennzeichnet durch einige verschiedene Haustypen, die teils expressionistische, häufiger barocke Elemente aufweisen. Etwa ab Straßenmitte an der Kreuzung Freyastraße setzt sich ein schlichter zweigeschossiger Haustyp durch. Das Doppelhaus Wodanstr. 20/22 gehört zum eingeschossigen Typ mit glockenförmig ausschwingender Mansarddachhaube und barocken Formanklängen im Detail, die besonders am loggienartig zurückliegendem Hauseingang mit Stukkrahmung und Freitreppe konzentriert sind. Innerhalb der als Gartenstadt angelegten Siedlung gehören zum Typus der Häuser als wesentliche Bestandteile auch die umgebenden begrünten Flächen, der Vorgarten und der rückwärtige Garten mit teilweise altem Baumbestand.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0