Siedlung "Göttersiedlung"
Wodanstraße 32 · Rath/Heumar
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7303 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Siedlung "Göttersiedlung" |
| Adresse | Wodanstraße 32, 51107 Köln |
| Baujahr | 1927 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 19.12.1994 |
| Stadtteil | Rath/Heumar |
1927 erbaut, Architekten: Pasmann & Bonn; Teil der "Göttersiedlung"; Doppelhaushälfte; 1 Geschoß und ausgebautes Mansardwalmdach (originale, später verschieferte Gauben); Putzfassaden mit Stuckgliederungen in Anklängen an den Heimatstil; straßenseitig 2 Achsen; Hauseingang loggienartig mit Bogenöffnungen und Freitreppe mit originalem Metallgeländer; Eingang und flankierende Fenster mit Stuckrahmung, Fenstergitter original, Haustür erneuert; Fenster erneuert, originale Klappläden; Seitenfassade mit 3 kleinen Fensteröffnungen und 1 kleinen Dachgaube, Fenster erneuert, Klappläden original. Rückseite: Fenster- und Türöffnungen original, Fenster und Türen erneuert, Klappläden original; originale, später verschieferte Dachgauben (1 zusätzliche spätere Gaube im Dachgeschoß); originale Terrasse mit Brüstungsmauer und Treppe in den Garten (spätere offene Überdachung); Kellertreppe mit originalem Metallgeländer, Kellertür original. Im Inneren original erhalten: Holztreppe mit Holzgeländer, Grundrißgestaltung, alle Türen. Bestandteil des Denkmals ist auch der Vorgarten mit Resten der ehemaligen straßenseitigen Einfriedung (Mauersockel und 1 Pfeiler) sowie der rückwärtige zum Haustyp gehörige Garten in veränderter Gestaltung. Nicht Bestandteil ist die neuere seitliche Garage.
Das Haus Wodanstr. 32 ist integraler Bestandteil des Ensembles "Göttersiedlung", die zwischen 1920 und 1938/39 für Bewohner des Mittelstandes durch die Gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft Eigenheim "Königsforst" errichtet wurde. Die unter dem Einfluß der Gartenstadtbewegung nach einheitlichem städtebaulichem Plan entstandene Wohnsiedlung dokumentiert zum einen die Entwicklung des Dorfes Rath zum Wohnvorort Kölns nach der Eingemeindung im Jahre 1914. Sie spiegelt gleichzeitig die städtische Siedlungspolitik wider, die infolge der Aufgliederung der Stadt in Funktionsbereiche zunehmend die Verlagerung der Wohnbereiche aus der Kölner Innenstadt in die Außenbezirke betrieb. Die Bebauung im weitgehend rechtwinklig angelegten Straßensystem erfolgte mit ein- bis zweigeschossigen Einfamilienhäusern in Form von unterschiedlich geprägten Doppel- und Einzelhäusern mit großen Gärten. Die Häuser, die nach der Erstellung durch die Genossenschaft, teilweise unter Berücksichtigung der Wünsche der späteren Eigentümer, in Privatbesitz übergingen, zeichnen sich durch übereinstimmenden Baustil aus. Es handelt sich um einen Heimatstil städtischer Prägung, dessen Gestaltungsmerkmale - vorkragende Dächer und Sprossenfenster mit Schlagläden - zum einen den architektonischen Bezug zur topographischen Lage am Rand des Bergischen Landes herstellen, zum anderen eine Orientierung am Vorbild bürgerlicher Villen erkennen lassen und damit das Repräsentationsbedürfnis der Eigenheimbesitzer spiegeln. Die Wodanstraße gehört zum älteren Bauabschnitt der 20er Jahre, in dem das Doppelhaus dominiert, und ist gekennzeichnet durch einige verschiedene Haustypen, die teils expressionistische, häufiger barocke Elemente aufweisen. Etwa ab Straßenmitte an der Kreuzung Freyastraße setzt sich ein schlichter zweigeschossiger Haustyp durch. Das Doppelhaus Wodanstr. 32/34 gehört zum eingeschossigen Typ mit glockenförmig ausschwingender Mansarddachhaube und barocken Formanklängen im Detail, die besonders am loggienartig zurückliegenden Hauseingang mit Stuckrahmung und Freitreppe konzentriert sind. Innerhalb der als Gartenstadt angelegten Siedlung gehören zum Typus der Häuser als wesentliche Bestandteile auch die umgebenden begrünten Flächen, der Vorgarten und der rückwärtige Garten. Dank seines nahezu unveränderten Erscheinungsbildes trägt das o.g. Objekt zur Veranschaulichung der städtebaulichen Einheit der "Göttersiedlung" bei, die ein in Köln einzigartiges Beispiel verschiedener architektonischer Lösungen des Einfamilienhauses im Siedlungsbau der 20er Jahre darstellt, deren Häuser als Zeitdokumente und Denkmäler unbedingt zu erhalten sind.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0