Wohnhaus

Florastraße 11 · Nippes

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7338
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Florastraße 11, 50733 Köln
Baujahrum 1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 24.01.1995
Stadtteil Nippes

Erbaut um 1905, L-förmiger Grundriß, 3 Geschosse, 3 Achsen, Satteldach, traufständig, Putzfassade mit Stuckgliederungen in Jugendstilformen, Erdgeschoß gestalterisch durch ein breites Gesims mit Fries von den Obergeschossen abgesetzt. Haueingang in der rechten Achse, Haustür erneuert, hochrechteckige Fensteröffnungen mit segmentbogigem Abschluß. Fenster in jüngster Zeit erneuert. Rückseite mit Anbau, verputzt, hochrechteckige Fensteröffnungen, Fenster erneuert. Hinterer späterer eingeschossiger Anbau, der nicht Bestandteil des Denkmals ist. Im Inneren original erhalten: Holztreppe mit Handlauf und Anstoßpfosten, Holzdielen in allen Wohnräumen. Treppenhaus mit farbigen Fliesen ausgelegt, an wenigen Stellen erneuert. Gewölbekeller. Einfriedungsmauer nicht Bestandteil des Denkmals (verlegt und erneuert).

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde aus dem 1888 nach Köln eingemeindeten ehemaligen Bauerndorf Nippes ein bedeutender Industriestandort mit rasch anwachsender Arbeiterbevölkerung. Im Gebiet nordöstlich der Kempener Straße und bis zum Inneren Grüngürtel entstanden rund um die Mauenheimer- und Florastraße neue Wohngebiete, deren Bauten aufgrund des gestiegenen Bedarfs an Wohnraum fast gänzlich als Mietshäuser erscheinen. Im wesentlichen prägen um die Jahrhundertwende errichtete zwei- bis dreigeschossige, oft drei Fenster breite Wohnhäuser in Backstein und mit sparsamen Dekorationsformen, und bis ins frühe 20. Jahrhundert geschaffene drei- bis viergeschossige Bauten mit teilweise reich dekorierten Fassaden in Stuckarchitektur den Stadtteil. Die Florastraße - wie ihre westliche Verlängerung, die Mauenheimer Straße -, aus einem alten Flurweg hervorgegangen, ist noch weitgehend geprägt durch Gebäude dieses Zeitraums und durch die genannten Architekturformen. Das Haus Nr. 11 erscheint als typisches Drei-Fenster-Haus. Das Fassadendekorationssystem ist insofern beachtenswert, als mit der gestalterischen Zusammenfassung der beiden oberen Stockwerke bürgerliche Architekturformen angewendet werden. Es ist für das Gesamterscheinungsbild der Straße ein unverzichtbares Zeugnis der Wohnbebauung des Stadtteils Nippes.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0