Wohn- u. Geschäftshaus
Florastraße 13 · Nippes
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7309 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Florastraße 13, 50733 Köln |
| Baujahr | um 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 10.01.1995 |
| Stadtteil | Nippes |
Erbaut um 1900, L-förmiger Grundriß, 3 Geschosse, Satteldach, 3 Achsen, Stuckfassade in Anlehnung an neogotische Formen, Erdgeschoß Ladenlokal (verändert), Eingang in der linken Achse, das Erdgeschoß von den Obergeschossen deutlich trennendes vorkragendes Stockwerksgesims, Fenster mit Segmentbogenabschluß in den Obergeschossen, durchlaufende Sohlbänke, Fenster an Vorder- und Rückfront erneuert.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde aus dem 1888 nach Köln eingemeindeten ehemaligen Bauerndorf Nippes ein bedeutender Industriestandort mit rasch anwachsender Arbeiterbevölkerung. Im Gebiet nordöstlich der Kempener Straße und bis zum Inneren Grüngürtel entstanden rund um die Mauenheimer und Florastraße neue Wohngebiete, deren Bauten aufgrund des gestiegenen Bedarfs an Wohnraum fast gänzlich als Miethäuser erscheinen. Im wesentlichen prägen um die Jahrhundertwende errichtete zwei- bis dreigeschossige, oft drei Fenster breite Wohnhäuser in Backstein und mit sparsamen Dekorationsformen, und bis ins frühe 20. Jahrhundert geschaffenen drei- bis viergeschossige Bauten mit teilweise reich dekorierten Fassaden in Stuckarchitektur den Stadtteil. Die Florastraße - wie ihre westliche Verlängerung, die Mauenheimer Straße -, aus einem Flurweg hervorgegangen, ist noch weitgehend geprägt durch Gebäude dieses Zeitraums und durch die genannten Architekturformen.
Das Haus Florastr. 13 ist ein typisches Beispiel für den bescheidenen Ansprüchen genügenden Mietwohnungsbau in Nippes zur Zeit der Jahrhundertwende. Die drei Fenster breite Fassade und die ausgewogene Gestaltung der Schauseite in den Obergeschossen sind für das Erscheinungsbild der Florastraße von Bedeutung (Dekorationsformen: flacher Fugenschnitt, im 1. Obergeschoß Fensterverdachungen in Form zusammengesetzter konvexer Bogenteile in den äußeren Achsen, die Mitte betont durch Kielbogenverdachung, im Bogenfeld spitzbogige Blendbögen. Alle Fenster bekrönt mit kreuzblumenartigen Abschlüssen, Überleitung zum Dachgesims durch breiten, mit vertikaler Gliederung auf die Achsen bezogenen Maßwerkfries).
Das Gebäude ist Teil der beidseitig anschließenden Zeilenbebauung und bildet in Geschoß- und Achsenzahl und Proportionierung der Fassade eine Einheit mit seinen Nachbargebäuden, wobei die Fassadengestaltung der Zeile sehr variantenreich erscheint. Das Gebäude ist ein charakteristisches Beispiel für die Architektur des Historismus. Es ist ein unverzichtbares Zeugnis für die den Stadtteil Nippes prägende Architektur und deshalb unbedingt schutzwürdig.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0