Wohn- u. Geschäftshaus

Leostraße 34 · Ehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7382
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Leostraße 34, 50823 Köln
Baujahr1891 bis 1892
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 08.02.1995
Stadtteil Ehrenfeld

Erbaut 1891/92; 4 Geschosse, ausgebautes Satteldachgeschoß; 4 Achsen; Stuckfassade im EG und 1. OG; Backsteinfassade mit Stuckelementen im 2. und 3. OG; Gliederungs- u. Schmuckelemente in Anklängen an die Renaissance; EG verändert, Eingang in der linken Achse; Horizontalgliederung durch Stockwerks- Sohlbank- u. Dachgesims, letzteres mit Eierstab und Würfelfries; Betonung des 1. OG durch profilierte Lagerfugen, Rundbogenfenster mit Konsolen im Scheitelpunkt, Kämpfergesims und Balustraden; Eingangstür, Schaufenster, Ladentür und Fenster erneuert; Rückfront: backsteinsichtig; 2 Achsen; Treppenhaustrakt rechter Hand vorgestuft; stichbogenförmige Fensteröffnungen; Fenster und Tür erneuert; Innen original: weitgehend die Grundrisse; Gewölbekeller (gemauerte Gewölbe); nicht Bestandteil des Denkmals ist der eingeschossige rückwärtige Werkstattbereich.

Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jh. von der Venloer Straße aus in nördlicher Richtung in Höhe der Philipp- und Leostraße. Bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld infolge zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschließung weiterer Bereiche Ehrenfelds wird gegen Ende der 80er Jahre des 19. Jh. auch die Leostraße als Verbindung zwischen Venloer und Subbelrather Straße einheitlich bebaut. Wegen der verkehrsgünstigen Lage in Stadtnähe und der hohen Wohnqualität aufgrund der benachbarten Grünflächen siedelten sich im Bereich zwischen Stamm- und Subbelrather Straße vorwiegend höhere Einkommensschichten an, so daß in der ersten Hälfte der 90er Jahre beidseitig der Leostraße baukünstlerisch verschiedenartig gestaltete Häuser entstanden, die eindeutig auf die Kölner Neustadtarchitektur Bezug nehmen, deren historistische Architekturauffassung dem Repräsentationsbedürfnis der Ehrenfelder Bauherren entgegenkam. So stellt auch das o.g. Objekt ein typisches Beispiel für die bei aller Differenzierung der Einzelbauten einheitliche Bebauung der Leostraße dar.

Der hoch aufragende Bau markiert mit weiteren viergeschossigen Gebäuden den Kreuzungsbereich Leostraße/ChristianSchult-Straße, der nicht ausschließlich durch die Eckhäuser, sondern auch durch die daran anschließenden Bauten betont wird. Eine derartige Baumassenstaffelung rhythmisiert den Straßenverlauf und prägt das Straßenbild maßgeblich mit. Die zurückhaltende Gliederung des o.g. Objekts unterstreicht die Strenge des einheitlich gestalteten Gebäudes, das in wesentlichen Teilen erhalten ist und als integraler Bestandteil der Bebauung der Leostraße die frühe Erschließungsphase des Gebäudes als Wohngebiet dokumentiert.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0