Wohnhaus
Wißmannstraße 7 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7442 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Wißmannstraße 7, 50823 Köln |
| Baujahr | um 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.03.1995 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Erbaut um 1900; 3 Geschosse, ausgebautes Satteldachgeschoß (2 originale, jedoch erneuerte Gauben); 3 Achsen (Eingang in der rechten Hausachse); Putzfassade mit reicher Stuckgliederung in Jugendstilformen; EG durch rustika-artige Putzstruktur und Lagerfugen als Sockelgeschoß aufgefaßt; Schmuckelemente über den Wandöffnungen des EG vollplastisch (ornamental gefaßte Maske über der Tür), 1. und 2. OG werden in einem einheitlichen Gliederungssystem zusammengefaßt, das die Vertikale der Fensterachsen betont; Brüstungsfelder der Mittelachse und Stürze der Fenster im 1. OG durch reiches Ornament betont; Rahmungen im 2. OG in schlichter Ausführung; profilierte Drempelzone; Fenster erneuert; Eingangstür etwa 20er Jahre (denkmalwert); Rückfront: nur noch teilweise backsteinsichtig; durch 3-geschossigen Anbau (voll verputzt) linker Hand und eingeschossigen Anbau rechter Hand (voll verputzt) verunklärt; Hofzugangssituation verändert; stichbogenförmige Fensteröffnungen; Fenster erneuert; 1 originale, jedoch erneuerte Gaube; Innen original: hölzerne Treppenanlage mit schlichtem Geländer und Antrittspfosten; Grundrisse; gemauerter Gewölbekeller mit Backsteinboden; nicht Bestandteil des Denkmals sind die hofseitigen Anbauten.
Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jahrhunderts von der Venloer Straße aus in nördlicher Richtung in Höhe der Philipp- und Leostraße. Bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld infolge zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschließung weiterer Bereich Ehrenfelds wird um 1900 auch die Wißmannstraße angelegt. Am Ausbau des ehemals im Grundbesitz von Franz Weyers befindlichen Grundstücke beteiligten sich damals vorwiegend kleinere Spekulanten, was sich z. T. an der Parzellierung entlang der Wißmannstraße, so auch bei o. g. Objekt, ablesen läßt. Es entstehen hier fast ausschließlich schmale dreiachsige Häuser mit 3 Geschossen. Zeittypisch ist die strenge Betonung der Vertikalen durch Stuckrahmungen mit ornamentierten Giebelfeldern imJugendstils. Das o. g. in wesentlichen Elementen intakte Objekt bildet mit den übrigen weitgehend erhaltenen Häusern im unteren Bereich der Wißmannstraße ein einheitlich gestaltetes Ensemble, das die ursprüngliche Bebauung in diesem Bereich dokumentiert und daher unbedingt zu erhalten ist.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0