Wohnhaus

Ottostraße 3 · Ehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7701
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Ottostraße 3, 50823 Köln
Baujahr1898
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 12.12.1995
Stadtteil Ehrenfeld

Erbaut 1898; Architekt: Franz Jos. Schumm; 3 Geschosse, ausgebautes Satteldach (3 Gauben erneuert); 3 Achsen (Eingang rechts); Putzfassade mit Stuckgliederung in Anlehnung an Renaissanceformen; Mittenbetonung durch zweigeschossigen Erker (Pilastergliederung, ornamentierte Brüstungsfelder und Attiken) auf mächtigen Konsolen; EG-Gestaltung durch profilierte Lagerfugen (Sockelgeschoß); Putzfläche der Obergeschosse mit geritzter Mauerwerksstruktur; ornamentierte Brüstungsfelder; zurückhaltend profilierte Stockwerks- und Sohlbankgesimse; profilierte Fensterrahmungen; konsolgestützte Bekrönungen (im 2. OG Dreiecksgiebel); Rückfront: backsteinsichtig; stichbogenförmige Fensteröffnungen (Fenster erneuert); Vorderhaus und Seitenflügel (links mit Pultdach) je zweiachsig, Treppenhaus leicht zurückgestuft; 1 erneuerte Gaube auf dem Vorderhaus. Innen original: Vorflur/Treppenhaus mit Terrazzobelag (Bordüre); rechts neben der hölzernen Treppenanlage (Antritts-, Zwischenpfosten, Geländerstäbe, Handlauf, Stufen) profilierter hölzerner Pfeiler mit Kapitell; Wohnungsabschlußtüren; 2. OG: Zimmertüren mit Rahmen; Straßenraum Mitte mit profiliertem Unterzug auf Konsolen, Deckenleisten, Rosette (Straßenraum rechts); Türrahmen (z. T. Türen) im Dachgeschoß; Grundrisse; Bestandteil des Denkmals sind auch die rückwärtige Hofmauer und die Einfriedung im Vorgartenbereich (Aufmauerung mit Metallgeländer).

Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jahrhunderts südlich der Köln-Aachener Bahnlinien von der Venloer Straße aus. Erschließungsansätze nördlich der Bahntrasse gehen bis in die erste Hälfte der 1870er Jahre zurück, als die "Aktiengesellschaft für Baubedarf" Eigenheime für gehobene Ansprüche entlang der Ottostraße zu errichten begann. Die Bebauung setzte sich dann jenseits der Subbelrather Straße bis zur Hüttenstraße fort, die 1899 bis 1901 einheitlich bebaut wurde.

Der Architekt Franz Jos. Schumm akzentuierte die Fassade des o. g. Objektes durch einen markanten, reich gestalteten Erker, so daß die Häuser Ottostr. 1 und 3 als bauliche Einheit mit repräsentativen Anspruch wirken.

Dieses Ensemble bildet den Auftakt zur dreigeschossigen, einheitlich gestalteten Bebauung der Hüttenstraße, die ebenfalls von Schumm entworfen wurde. Als integraler Bestandteil des in weiten Teilen intakten Straßenbildes Hüttenstraße/Ekke Ottostraße dokumentiert das o. g. Objekt die ursprüngliche Bebauung, die durch die Platzsituation am Beginn der Ottostraße freigestellt ist und in ihrer repräsentativen Funktion das Straßenbild entscheidend prägt.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0