Wohnhaus
Theresienstraße 31 · Lindenthal
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_8052 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Theresienstraße 31, 50931 Köln |
| Baujahr | 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 04.02.1997 |
| Stadtteil | Lindenthal |
Erbaut 1895; Vorderhaus auf längsrechteckigem Grundriß mit rückwärtigem Seitenflügel; Fassade: 2 Geschosse, ausgebautes Satteldach (Gaube rechts, Zwerchhaus links); 3 Achsen (Eingang links); Putzfassade mit plastischer Stuckgliederung in Anlehnung an die Neo-Renaissance (horizontal profiliertes EG, OG-Fenster mit profilierter Rahmung und Verdachung, Traufgesims, Zwerchhaus mit Rundbogenfenster und seitlicher Pilasterrahmung); Fassadenrhythmisierung durch Betonung der linken Achse (spitzgieblige Verdachung im OG, Zwerchhaus); Fenster mit innen liegenden Klappläden und Eingangstür original.
Rückfront: linker Hand Seitenflügel (Stirnseite verputzt); Balkon (erneuert) im OG.
Innen original: weitgehend die gesamte Ausstattung und Grundrisse.
Die historische Entwicklung Lindenthals als westlicher Vorort Kölns beginnt 1843 mit dem Plan zur Gründung einer Wohnkolonie durch die Kölner Bürger Thelen und Fühling, die damals im Bereich der heutigen Dürener-, Falkenburg-, Herder und Theresienstraße Land erwarben, das gesamte Grundstück parzellierten und verkauften.
Ab 1846 begann die Bebauung zunächst nur zögerlich. 1888 folgte die Eingemeindung nach Köln in deren Folge gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine rege Bautätigkeit einsetzte. Geprägt wird die Bebauung Lindenthals einerseits durch eine gartenstadt-artig aufgelockerte Bebauung mit repräsentativen, villenartigen Bauten und andererseits durch eine geschlossene Wohnbebauung u.a. entlang der Wittgenstein-, Herder- und Theresienstraße.
Der weitgehend originale Erhaltungszustand des o.g. Objektes, das mit dem spiegelsymmetrisch gestalteten Nachbargebäude Nr. 33 eine bauliche Einheit bildet, dokumentiert auf anschauliche Weise die ursprüngliche Bebauung in Lindenthal, die im Verlauf der Theresienstraße im Bereich zwischen Bachemer Straße und Leiblplatz auch durch Doppelhausanlagen - neben den Bauten Nr. 31-33 ablesbar an den Häusern Nr. 36-38 und 25-27 (stark verändert) - geprägt wurde.
Die erhaltenen gründerzeitlichen Bauten entlang der Theresienstraße dokumentieren in ihrer heterogenen Zusammensetzung diese ursprüngliche Bebauung und prägen trotz starker Kriegszerstörungen das Straßenbild maßgeblich mit.
Als integraler, weitgehend intakter Bestandteil dieser Bebauung kommt dem o. g. Objekt eine unbedingt zu erhaltende städtebauliche und architekturgeschichtliche Bedeutung zu.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0