Wohn- u. Geschäftshaus
Mülheimer Freiheit 133 · Mülheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_8132 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Mülheimer Freiheit 133, 51063 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 21.08.1997 |
| Stadtteil | Mülheim |
1908 wurde das Wohnhaus mit drei Geschossen, vier Achsen, einem Sockel- und einem Giebelgeschoß gebaut. Die aufwendige Stuckfassade ist vollständig erhalten. Sockel- und Erdgeschoß werden von einer kräftigen Rustika betont. Verschiedene Schmuckdetails aus Stuck - wie Löwenköpfe, Blattrocaille, Klötzengesims, Pilaster, Frauenkopf und Scheinbalustraden unter den Fenstern - heben die Kostbarkeit der Fassade hervor.
Auch original erhalten sind die Haustüre, die rückwärtigen Balkongitter und der Vorgarten mit alten, eisernen Schmuckgittern.
Im Inneren des Gebäudes sind der zur Hälfte mit weißem Marmor verkleidete Flur und dessen Stuckornamente, der Terrazzofußboden und die bunten Fußbodenfliesen im Hausflur und die komplette Treppe ursprünglich. Original sind ebenso die Wohnungs- und Zimmertüren und in den Wohnungen im Vorderhaus außergewöhnlich prächtige Stuckdecken, zum Teil mit Malereien in den Eckzwickeln.
Die Fassade ist in ihrem Ornamentreichtum kaum zu übertreffen und von einer Vorzüglichkeit des Erhaltungszustands, wie es selten in Köln anzutreffen ist. Die Behandlung der Zierelemente am Außenbau und im Inneren sprechen die typische Sprache der Jugendstil-Epoche. Die Siebengebirgsallee vermittelt mit ihrem fast komplett erhaltenen, ursprünglichen Baumbestand aus der Zeit nach 1900 und den an beiden Seiten der Straße gelegenen Bäumen einen Eindruck des Kölner Westens am Anfang dieses Jahrhunderts. Das Gebäude Nr. 66 unterstreicht mit dem Schmuckreichtum der Fassade das Malerische der gesamten Straße. Es ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Straßenbildes.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0