Wohnhaus
Kuxgasse 8 · Zündorf
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_8153 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Kuxgasse 8, 51143 Köln |
| Baujahr | 2. Hälfte 18. Jahrhundert |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 01.09.1997 |
| Stadtteil | Zündorf |
Erbaut in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Zweigeschossiger giebelständiger Fachwerkbau, zweiachsig, mit abgewalmtem Satteldach. An die linke Gebäudehälfte ist ein weiteres Gebäude angebaut (nachträglicher Zugang zwischen beiden Baukörpern heute wieder geschlossen). In der Mitte der rechten Längsseite befindet sich der ursprüngliche Eingang. Die rückwärtige Giebelwand mit Anschlußpartien wurde nach einem Granatentreffer im 2. Weltkrieg in Backstein ersetzt.
Gebäudeinneres:
Unter den straßenseitigen Räumen, parallel zum Straßenverlauf, Keller mit Tonnengewölbe in Grauwacke, Zugang vom Gebäudeinneren über steile Steintreppe (einige der monolithen Stufen verloren); innerer Grundriß in allen Geschossen weitgehend erhalten. Im Erdgeschoß ehemalige Takenwand aus Grauwacke erkennbar (Bodenbeläge neu). Zugang ins Obergeschoß über Holztreppe (Nachkriegseinbau), hier z.T. Dielenböden vorhanden; Dachstuhl: Weichholz.
Die im Norden an das Wohnhaus anschließende Hoffläche ist Teil des Denkmals. Die rückwärtigen Stallbauten sind nicht Bestandteil des Denkmals.
Das 1185 erstmals genannte Dorf Libur hat sich sein ländliches Erscheinungsbild bis heute bewahrt. Inmitten weiter Ländereien isoliert gelegen wird es von seinem Kirchengebäude markant dominiert. Der Weiler wurde 1975 mit der Stadt Porz nach Köln eingemeindet. Der rechteckige Ortskern wird durch die eine ältere Kapelle ersetzende Kirche St. Margaretha (1901-11) mit Friedhof, den Margarethenhof und locker gestreute, zumeist giebelständige Bebauung auf schmalen, extrem langen Grundstücken, die bis an die Felder reichen, gebildet. Zahlreiche Straßen verbinden den Ortskern mit den umliegenden Dörfern.
Das Gebäude Kuxgasse 8 liegt in einer Straße, die als die Keimzelle des dörflichen Lebens in Libur anzusehen ist. Bedeutend ist die unmittelbare Nähe zu der Dorfkirche St. Margaretha, die als Feldkirche seit 1582 bestand. Die giebelständige Bauweise ist typisch für die dörfliche Bebaung im rechtsrheinischen, da durch Erbteilung im Laufe der Jahrhunderte immer schmalere Parzellen entstanden. Die Eingangsseite des Wohngebäudes ist von der Straße abgewandt. Neben seiner ortsgeschichtlichen und ortsbildprägenden Bedeutung ist das Gebäude auch architektonisch wichtig, da wesentliche Bestandteile des Fachwerksbau noch vorhanden sind. So finden sich neben etlichen Lehmgefachen und einem Eichenholzwerk noch lehmverputzte Wände und Decken sowie eine Takenwand, die die ursprüngliche Feuerstelle des Gebäudes dokumentiert. Außerdem ist das Gebäude Kuxgasse 8 auch ein wichtiges Zeugnis für das agrikulturelle Leben und Arbeiten der Bevölkerung in den landwirtschaftlich geprägten Kölner Vororten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0