Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
2 Denkmale

Clevischer Ring

Länge
2.021 m
Hausnummern
51065: ungerade 1–9, gerade 4–6 | 51063: ungerade 37–133, gerade 74–180
Fotografien
5 Bilder
Stadtteil
2011

Der Clevische Ring ist Teil der ringförmigen Hauptverkehrsstraßen, die Mülheim umschließen, und benannt nach dem ehemaligen Herzogtum Kleve am Niederrhein. Kleve war seit dem 13. Jahrhundert eines der bedeutendsten Reichsfürstentümer am unteren Niederrhein und kam 1614/66 endgültig an Brandenburg-Preußen — eine der frühesten preußischen Erwerbungen am Niederrhein, die die preußische Verwurzelung im rheinischen Westen vorbereitete. Mit dem Wiener Kongress 1815 ging das gesamte rheinische Erbe der Hohenzollern an die preußische Rheinprovinz über (siehe Hardenbergstr.). Der Clevische Ring gehört in die Reihe der Mülheimer „Ringe" — Bergischer Ring, Pfälzischer Ring, Höhenhauser Ring usw. — die im Zuge der Stadterweiterungen des 20. Jahrhunderts angelegt wurden und die territoriale Geschichte des heutigen Nordrhein-Westfalen ins Stadtbild einschreiben.


Da Mülheim bis in das Jahr 1609 von Herzögen aus dem Haus Cleve regiert wurde, gab man der Straße diesen Namen. Von 1845 bis 1910 fuhr die Köln-Mindener Eisenbahngesellschaft auf dem Straßenverlauf vom Clevischen-, Pfälzischen und Bergischen Ring. Der Clevische Ring führt vom Wiener Platz, über die Berliner Straße zur Düsseldorfer Straße. Gekreuzt wird er dabei von der Keupstraße.

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