Bürogebäude
Clevischer Ring 180 · Mülheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_5976 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Bürogebäude |
| Adresse | Clevischer Ring 180, 51063 Köln |
| Baujahr | 1910 bis 1913 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 18.04.1991 |
| Stadtteil | Mülheim |
Um 1910 erbaut. 2geschossiger freistehender Bau mit Giebelgeschoß, Putzfassade mit Gliederungen im Stil des Neuklassizismus, Walmdach mit originalen Dachhäuschen; dekorative hohe Schornsteine, Fensteröffnungen zum Teil durch Beseitigung des steinernen Mittelpfeilers verändert, Fenster erneuert, neue Eingangsituation an der Nordfront durch neuen Treppenaufgang mit Überdachung und Umgestaltung von zwei Fensteröffnungen (Eingangsbereich geschaffen durch Herunterziehen der Fensteröffnungen bis in EG-Höhe); Ostfront: rechts, originaler Zugang; links, neue Türöffnung mit Rampe; Balkon.
Im Innern original erhalten: teilweise Deckenstuck (Mittelmotiv, Profilleisten, Hohlkehlen) im EG insbesondere Pförtnerloge, zu Teilen noch im Vorflur und in Ambulanzräumen; im 1. OG, insbesondere im Sitzungssaal ansonsten zu Teilen Kehlungen sichtbar, soweit Decken nicht abgehangen; profilierte Holztreppe mit Linoleum überklebt; Türrahmungen und Türblätter im geringerem Maße im EG, teilweise im 1. OG und besonders im Dachgeschoss vorhanden; Umgestaltung der Räumlichkeiten an der Westfront durch Beseitigung von Wänden (Pförtnerloge und Sitzungssaal).
Das Gebäude Clevischer Ring 180 ist ein wichtiges Zeugnis der Industrieentwicklung der Stadt Mülheim am Beginn des 20. Jahrhunderts.
Es ist eines der letzten Gebäude, die sich von den früheren und für Mülheim so bedeutenden Farbenwerken Franz Rasquin erhalten haben. 1876 gegründet, befand sich die erste Niederlassung an der Papageienstraße und ab 1882 nach der Vergrößerung der Bergisch Gladbacher Straße. Das Werksgelände erstreckte sich damals von dort über die Zehnt- bis zur Mündelstraße.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt und siedelte sich im Mülheimer Norden an, wo es sich weiter ausdehnen konnte.
Bei dem o. g. Objekt handelt es sich um das zwischen 1910 und 1913 errichtete Bürogebäude, welches trotz der Umbauten im Innern (die Stuckdecke im EG ist erhalten) und geringer Veränderungen an den Fenstern und Fensteröffnungen bis heute sein Erscheinungsbild bewahrt hat. Es gehört zu den qualitätvollen Gebäuden des seit 1910 sich als neuer Architekturstil durchsetzender Neuklassizismus, der sich durch klare, wohlproportionierte, repräsentativ wirkende Baukörper mit Putzfassaden und sparsamer Gliederung - hier in Form von Pilastern und Rustifizierungen an den Ecken - sowie klassischen Formen, wie z. B. Dreiecksgiebel, von der historistischen Architektur des 19. Jahrhunderts mit üppigen Stuckfassaden absetzt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0