Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
6 Denkmale

Eburonenstr.

Länge
172 m
Hausnummern
50678: ungerade 1–19, gerade 2–16
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Stadtteil
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Benannt nach den Eburonen, einem keltisch-germanischen Stamm, der zur Zeit der gallischen Kriege Caesars (58–50 v. Chr.) im Nordosten Galliens — südlich der Maas, westlich des Rheins, im heutigen belgisch-rheinländischen Grenzraum — siedelte. 54 v. Chr. führte ihr König Ambiorix einen Aufstand gegen die römische Besatzung an und vernichtete dabei ca. 15 römische Kohorten (15.000 Mann) — eine der schwersten Niederlagen Caesars. In der Vergeltungskampagne 53–51 v. Chr. ließ Caesar das Volk der Eburonen nahezu vollständig auslöschen; „nomen eburonum delere" heißt es bei Caesar selbst (BG VI). 38 v. Chr. siedelte Marcus Vipsanius Agrippa anstelle der Eburonen die rechtsrheinischen Ubier in der Region um; daraus entstand das oppidum Ubiorum — der Vorgänger Kölns (siehe Ubierring). Im germanisch-vorrömischen Namens-Cluster der Neustadt-Süd ist die Eburonenstr. der älteste, vor-römische Bezug — die Bevölkerung, die vor Köln verschwand.

Quellen:

Verbundene Baudenkmäler