Oppenheimstr.
Benannt nach der Kölner Bankiersfamilie Sal. Oppenheim. Stammvater war Salomon Oppenheim jr. (1772–1828), der 1789 in Bonn ein Wechsel- und Kommissionsgeschäft gründete und es 1798 nach Köln verlegte; sein Sohn Abraham Oppenheim (1804–1878) baute das Haus zu einer der wichtigsten Privatbanken im Rheinland aus. Die Oppenheims finanzierten zentrale Industrieprojekte des Rheinlandes — darunter die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft, die Kölner Versicherung und die AG für Bergbau- und Hüttenbetrieb. Im Kölner Bürgertum-Cluster der Neustadt-Nord gehört Oppenheim zur engeren Trias der bedeutendsten lokalen Bankiers- und OB-Familien (siehe Mevissenstr., Camphausen-Str., Hermann-Becker-Str.). Sal. Oppenheim blieb bis zur Übernahme durch die Deutsche Bank 2009 die größte unabhängige europäische Privatbank in Familienbesitz.
Quellen: