Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
4 Denkmale

Wallrafplatz

Länge
124 m
Hausnummern
50667: ungerade 1–9, gerade 2–8
Fotografien
3 Bilder
Stadtteil
Blick vom Dom 1966 · Historisch

Benannt nach Ferdinand Franz Wallraf (1748–1824), in Köln geborenem Stiftskanoniker, Universitätsprofessor und einem der größten Kunstsammler und Mäzene Kölns. Wallraf — Sohn eines Kölner Schneiders — wurde 1772 zum Priester geweiht und war zugleich Botaniker, Mathematiker und mit Doktorgrad in Medizin und Philosophie ein Universalgelehrter der Aufklärung. Sein Lebenswerk: Er rettete in der französischen Säkularisation 1802 Kunstschätze, Handschriften, römische Antiken und Bibliotheken Kölner Klöster und Stifte vor der Zerstörung; er kaufte sie auf, stiftete und erhielt sie für die Stadt. 1816 setzte er die Stadt Köln zum Erben seiner Sammlung ein — die Grundlage für das spätere Wallraf-Richartz-Museum (siehe Richartzstr.). Sein Grab auf dem Melaten-Friedhof teilt sich Wallraf mit Richartz — als Doppelgrab der beiden Stifter. Der Wallrafplatz liegt vor der Hauptpost direkt am Dom.

Quellen:

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