Wohnhaus
Försterstraße 32 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0714 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Försterstraße 32, 50823 Köln |
| Baujahr | 1909 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 01.06.1981 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
1909 erbaut, Architekt Hermann Mohr. Drei Geschosse, fünf Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit vier Gauben und mittigem Giebelhaus (mit Fachwerkverkleidung). Stuckfassade mit Dachziegel- und Fachwerkgliederung (deutliche Betonung von EG und Mittelachse) im ausklingenden Jugendstil. Sockel verändert, Haustüre und Fenster verändert, Treppenhausfenster original. Rückseite: Verputzt, Fenster verändert, Balkone. Im Inneren original erhalten: Im Eingangsbereich Terrazzoboden und Wandverkleidung bis zur halben Wandhöhe, Terrazzotreppe mit Holzgeländer und Antrittspfosten.
Der Stadtteil Neuehrenfeld wurde ab der Jahrhundertwende von Ehrenfeld aus erschlossen. Die Försterstraße, an der sich das o.g. Objekt befindet, verbindet die Ottostraße mit dem Lenauplatz und wurde im wesentlichen im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts bebaut. Ihr Straßenbild wird vorwiegend beherrscht von Zweispänner-Mietshäusern unterschiedlichster Prägung. Das mächtige Gebäude ist integraler Bestandteil eines Ensembles, bestehend aus den fassadenähnlich gestalteten Häusern Nr. 30 bis 34, die - wie auch Nr. 24, 40 und 42 - von dem Architekten Hermann Mohr entworfen wurden. Es präsentiert die für diesen Architekten typische Handschrift, wie etwa die deutliche Mittenbetonung und die Verbindung von Elementen des romanisierenden Jugendstils (EG und Eingangsbereich) mit Hinweisen auf den darauf folgenden Neoklassizismus. Als Beispiel für die Formenvielfalt der Neuehrenfelder Mietwohnhausarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts sowie für das Schaffen eines bestimmten Architekten wird das Haus somit zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0