Wohnhaus

Christian-Schult-Straße 14 · Ehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_0768
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Christian-Schult-Straße 14, 50823 Köln
Baujahr1892 bis 1893
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 10.09.1981
Stadtteil Ehrenfeld

Das Haus Christian-Schult-Str. 4 ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Ehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Ehrenfeld entstand 1845 durch eine spekulative Initiative von Köln aus als erster linksrheinischer Vorort (unter Mitwirkung von Stadtbaumeister Weyer), da innerhalb der Mauerumwallung Kölns die Bauplätze knapp wurden. Durch industrielle Ansiedlungen gewann der Ort schnell an Bedeutung und besaß kurzzeitig bis zur Eingliederung nach Köln, Ende des 19. Jahrhunderts, die Stadtrechte. Das Haus ist ein geschichtliches Dokument städtischer Erstbebauung nach der Eingemeindung Ehrenfelds.

Die Christian-Schult-Straße liegt in dem kleinen, nordöstlichen Ensemblegebiet Ehrenfelds.

Das dreigeschossige Mietstockwerkgebäude aus den Jahren 1892/93 besitzt eine zweifarbige Backsteinfassade mit drei Geschossen. Das für die Lage im bürgerlichen Ensemblebereich Ehrenfelds zwischen Everhard- und Gutenbergstraße eher schlicht angelegte Gebäude erhielt im linken Teil der Fassade einen im zweiten OG stärker geschmückten Scheinrisalit. Ein breites Kranzgesims ist in der rotgelben Ornamentik des Backsteinmauerwerks gehalten. Rechts deutet ein breites (erneuertes) Einfahrtstor eine frühere, gewerbliche Nutzung des Hinterhauses an. Die Haustüre ist original, die Holzfenster ebenfalls zum größten Teil.

Im Eingang erhielten sich die bunte Verfliesung des Bodens sowie die Holztreppe mit Holzgeländer. Die originalen Zimmertüren wurden sorgfältig restauriert. Die rückwärtige Fassade ist in Backstein erhalten.

Die Christian-Schult-Straße ist offensichtlich am nördlichen Beginn ursprünglich von der gewerblichen Bebauung der Gutenbergstraße beeinflußt worden. Deutlich zeiogt sich noch heute der Wechsel von der schlichteren Architektursprache der neunziger Jahre im Südwesten zu den anspruchsvolleren Bauten im Nordosten um die Jahrhundertwende. Das o.g. Gebäude ist in seiner einfachen Sprache ein unverzichtbarer Teil dieser Entwicklung und steht in reizvollem Kontrast zu den gegenüber liegenden, stilvoll strukturierten Wohnbauten.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0