Wohnhaus
Domstraße 31 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0832 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Domstraße 31, 50668 Köln |
| Baujahr | um 1860 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 23.11.1981 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Ortsgeschichtlich dokumentiert das Wohnhaus den Ausbau des nördlichen Teils der Kölner Altstadt. Im Zeitalter der Industrialisierung hatte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der einen raschen Bevölkerungszuwachs und eine rege Bautätigkeit zur Folge hatte. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels wurden zuerst ausgenutzt und mit Häusern je nach Lage unterschiedlicher, sozialer Bestimmung bebaut.
Baugeschichtlich bedeutend ist das dreieinhalbgeschossige, dreiachsige Traufenhaus mit Seitenhaus auf L-förmigem Grundriß als Beispiel einer Bauweise des Neuklassizismus sowie als Typ des sogenannten Kölner Dreifensterhauses. Über einem Basaltsockel erhebt sich die durch Fenstersohlbankgesimse und ein Traufgesims gegliederte Fassade. Sandsteingewände, einzelne Fensterbankgesimse und gerade Fensterverdachungen beleben und strukturieren die Fassade, die als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes veranschaulicht.
Eine kassettierte, zweiflügelige Haustüre mit schmiedeeisernem Sichtschutzgitter ist erhalten. Im Inneren des Hauses sind an originalen Ausstattungsteilen unter anderem ein farbiger Fliesenfußboden, ein holzverkleideter Rundbogen, Holztreppe mit gedrechseltem, umlaufenden Geländer nebst Antrittspfosten erhalten.
Städtebaulich bedeutend ist das Objekt als Bestandteil eines Denkmal-Ensembles (u.a. Haus Nr. 18), das das ehemalige Erscheinungsbild der, zum Teil noch kopfsteinbepflasterten, Domstraße in Ansätzen bewahrt und in Verbindung mit den modernen Bauten der Straße Wirken und Wandel historischer Prozesse anschaulich und rekonstruierbar macht.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0