Wohnhaus
Pescher Weg 14 · Lindweiler
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0845 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Pescher Weg 14, 50767 Köln |
| Baujahr | 19. Jahrhundert |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.12.1981 |
| Stadtteil | Lindweiler |
Die Geschichte dieses Orts ist weitgehend unbekannt, allerdings bestand der heute zu Heimersdorf gehörende Ort Weiler nur aus zwei Höfen, die in der Karte von Tranchot & Müffling mit Lindweiler Höhe bezeichnet wurden. Durch planerische Maßnahmen ist das Gebiet um den Hof weitgehend als stadtnahes Bauland verwendet worden, eine kleine Grünzone um die alte Hofanlage wurde ausgespart.
Die ehemalige Hofanlage wurde bis auf das Wohnhaus und einen gegenüber liegenden Fachwerkbau abgerissen. Das backsteinsichtige Wohnhaus ist zweigeschossig und zeigt fünf Achsen. Seine Erbauungszeit dürfte in den 80iger Jahren des 19. Jahrhunderts anzunehmen sein. Der Hauseingang mit originaler Eichenholztüre liegt in der Mittelachse, er ist, wie die Fenster, mit einem Stuckrahmen eingefaßt. Die Holzfenster sind anscheinend in den 20er Jahren erneuert worden. Die straßenseitige Giebelfront weist später eingezogene Kaminzüge auf.
Im Inneren ist der originale Ausbau weitgehend erhalten. Es wurden die originalen Rahmentüren angetroffen sowie die originale Holztreppe mit Holzgeländer und gedrechseltem Antrittspfosten. Im Eingangsflur liegen schwarzweiße, quadratische Steinplatten, ein halbrunder Stützbogen trennt das Treppenhaus vom Eingangsflur und beweist, daß städtische Bauformen derzeit auch im ländlichen Bauen bereits als vorbildhaft aufgefaßt wurden.
Gegenüber dem Wohnhaus steht als Rest der ältesten Anlage ein teilweise mit Fachwerk verblendeter Wohnbau. Ein zweigeschossiger Vorbau, als Zwerchhaus zum Wohntrakt angeordnet, wurde in das Wohnhaus als Rest eines wohl aus dem 18. Jahrhundert stammenden Galeriegebäudes eingebaut. Dieser Haustyp, von dem heute im Kölner Raum nur noch in Godorf zwei weitere Beispiele vorhanden sind, war früher im Rheinischen weit verbreitet und ist auch baugeschichtlich von besonderer Bedeutung.
Zu den Außenanlagen gehört ein noch mit Backsteinkranz erhaltener Brunnen. Besonders schützenswert jedoch ist der alte Baumbestand, vorwiegend von Kastanien, der die Hofanlage früher umgeben hat und noch heute einen bergenden Kranz innerhalb der kleinen, erhaltenen grünen Zone bildet.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0