Kirche St. Kunibert
Kunibertskloster 6 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0868 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Kirche St. Kunibert |
| Adresse | Kunibertskloster 6, 50668 Köln |
| Baujahr | 1215 bis 1247, 1950 bis 1993 |
| Eigentum | kirchliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 14.12.1981 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
St. Kunibert, ehem. Stiftskirche, seit 1802 kath. Pfarrkirche, um 1215-47, nach Kriegszerstörungen bis 1993 wiederhergestellt; dreischiffige Basilika mit ausladendem Westbau und Westturm sowie mit nicht vortretendem, von 2 Türmen überhöhtem Ostquerschiff und Ostapsis mit Krypta und Sakristei, Werksteinbau.
Fußboden: Boden im Chor in Art des "opus alexandrinum" (13. Jh.); Schieferplatte mit Kinderreigen (E. Hillebrand) im Chorjoch, ansonsten Schieferfußboden (50er Jahre).
Ausmalungen: Figürliche Wandmalereien in der Nordnische der Apsis sowie in einer Nische des nördlichen Chorarms und in der Taufkapelle (13. Jh.); figürliche Wandmalerei des 19. Jahrhunderts oberhalb des Wandtabernakels in der Südnische der Apsis; Farbfassung der Architekturglieder (Bogenwülste, Rippen, Profile, Kapitelle, Schlußsteine) durch H. Heider (1951-56), das später wiederhergestellte Westquerhaus entsprechend gestaltet.
Glasfenster: 3 große Medaillonfenster im Obergeschoß der Apsis und 5 kleinere Heiligenfenster im Untergeschoß von Apsis und Chorarmen (13. Jh.); Marienfenster im nördlichen Chorarm (19. Jh.); ornamentales Scheitelfenster im Untergeschoß der Apsis (W. Thonnet) 1970.
Altäre: säulengegliederter Hochaltar und 2 Nebenaltäre in den Chorarmen (13. Jh.); 1 Altarmensa im Apsisscheitel (Ende 15. Jh.); 2 Altarmensen (Bemalung erneuert) an den mittleren Langhauspfeilern; 2 Altarmensen (90er Jahre) an den Ostenden der Seitenschiffe. Antependium des Quirinusaltars, heute in der Nordnische der Apsis (1312); Antependium des Margarethenaltars (1327), heute Sockel des Wandtabernakels.
Wandtabernakel in der Südnische der Apsis (2. Hälfte 15. Jh.); Taufbecken in der Taufkapelle im südlichen Chorarm (mittelalterlich, im 19. Jh. überarbeitet); schmiedeeiserner Leuchter mit Steinbasis im Chor (15. Jh.).
Geläut: 8 Glocken im Westturm (2 von 1773, 2 von 1958, 4 von 1990); 2 kleinere Glocken im Dachreiter über dem Südarm des westlichen Querhauses (1422 und 1453).
Steinplastik: Verkündigung an den westl. Chorjochpfeilern, vermutl. von Konrad Kuyn (1439).
Holzplastik: Pieta (frühes 15. Jh.); Standfiguren Madonna mit Kind (Ende 15. Jh.); Hl. Quirinus und Hl. Clemens (um 1500, nachträglich überarbeitet); Kunibertschrein (1869) und Ewaldeschrein (1879) in der Apsis.
Bronzeleuchter: fünfarmig, mit dem Gekreuzigten (Ende 15. Jhdt.).
Gemälde: Gregoriusmesse, Kölner Malerschule (1502); Auferstehung, von Bartolomäus Bruyn d. Ä. (um 1525-30).
Ausstattung der 50er Jahre: bronzene Kreuzwegstation und Holztüren im Norden (E. Hillebrand), Kommunionbank, Altäre und Wandleuchter in den Seitenschiffen, Geländer der beiden Kryptenzugänge und 2 Chorbänke mit Steinfuß, Bänke im Mittelschiff.
Bestandteil des Denkmals sind auch die übrigen, im Besitz der Kirchengemeinde befindlichen liturgischen Geräte, Reliquiare, Grabmäler und historischen Ausstattungsstücke (u. a. Mobiliar, Gemälde, Paramente, Bücher, Architekturfragmente).
Die Unterschutzstellung bezieht sich auf das Bauwerk und seine historische feste und bewegliche Ausstattung, für die auf das Karteikarteninventar beim Stadtkonservator verwiesen wird sowie auf folgende Publikationen: P. Clemen (Hrsg.), Die kirchlichen Denkmäler der Stadt Köln I, in: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz (Düsseldorf 1916) 231-313 und U. Krings, M. Seidler, U. Bergmann, U. Brinkmann, B. Jakoby, in: Colonia Romanica VII (Köln 1992) und B. Rosendahl in: Colonia Romanica X (Köln 1995). Außerdem wurden einbezogen alle ortsfesten Bodendenkmale, die u. U. untertägig im Boden verborgen sind.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0