Wohnhaus
Roonstraße 84 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0934 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Roonstraße 84, 50674 Köln |
| Baujahr | um 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 18.01.1982 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Um 1895 erbaut. Vier Geschosse, Souterrain, drei Achsen, Dachform verändert. Backsteinfassade mit Stuckgliederungen (in der Art des Historismus in verschiedenen Stilrichtungen); in der Mittelachse Balkone, wobei der nächsthöhere jeweils die Überdachung für den darunter befindlichen darstellt (im dritten Obergeschoß Brüstung verändert). Fenster verändert, Erdgeschoß verändert und Haustüre zugemauert.
Rückseite: Verputzt; Fenster verändert.
Inneres komplett verändert. Die Treppenanlage wurde abgebrochen.
Die von H.J. Stübben geplante und ab 1881 von ihm ausgeführte Stadterweiterung von Köln gehört zu den bedeutendsten und umfassendsten städtebaulichen Leistungen des späten 19. Jahrhunderts in Deutschland. Die halbkreisförmig um die Altstadt gelegte Neustadt wurde in verschiedene Wohnviertel eingeteilt. Westlich, zwischen Gladbacher Straße und Zülpicher Straße, entwickelte sich das sogenannte Westend, das durch den Stadtgarten und verschiedene, begrünte Platzanlagen alle Voraussetzungen für ein gutbürgerliches Wohnviertel bot.
Die Roonstraße, an der sich das o.g. Objekt befindet, erstreckt sich vom Barbarossaplatz bis zur Jülicher Straße / Moltkestraße. In dem ehemals geschlossen bebauten, heute nur noch teilweise im Originalzustand befindlichen Straßenzug bildet das Haus ein Ensemble mit den Gebäuden Nr. 80 und 78.
In neuerer Zeit wurde ein Durchbruch zum Haus Nr. 84 geschaffen, dessen Treppenanlage man entfernte. Beide Gebäude (Nr. 82 und 84), deren Inneres jeweils komplett verändert wurde, sind somit vom Treppenhaus in Nr. 82 zugänglich und bilden demzufolge ein Objekt. Die zum großen Teil erhaltenen Fassaden geben jedoch noch eine Vorstellung vom abwechslungsreichen Erscheinungsbild der historischen Bebauung, an dem der gehobene Sozialstatus der Bewohner ablesbar war. Trotz der Veränderungen wird o.g. Objekt daher zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0