Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
23 Denkmale

Roonstr.

Länge
833 m
Hausnummern
50674: ungerade 3–71, gerade 2–108
Fotografien
1 Bild
Stadtteil
2007

Benannt nach Albrecht Theodor Emil Graf von Roon (1803–1879), preußischem Generalfeldmarschall und Kriegsminister 1859–1873. Roon war neben Bismarck (siehe Bismarckstr. in Neustadt-Nord) und Moltke (siehe Moltkestr.) eine der drei zentralen Figuren der preußischen Politik der 1860er Jahre. Sein historischer Beitrag: Die preußische Heeresreform seit 1859/60 — die Vergrößerung des Heeres, die Verlängerung der Wehrpflicht, der Ausbau der Reserveformationen — die organisatorische Grundlage für die militärischen Erfolge 1864 (Dänemark), 1866 (Königgrätz) und 1870/71 (Frankreich) schuf. Im Krieg 1870/71 mobilisierte er ein Bundesheer von 1.180.000 Mann. An der Kölner Roonstr. steht eines der bedeutendsten Bauwerke der Stadt: die Synagoge an der Roonstraße (1895–1899 von Schreiterer und Below errichtet), die in der Reichspogromnacht 9. November 1938 verwüstet, 1959 wieder aufgebaut wurde und heute als zentrale Synagoge der Synagogen-Gemeinde Köln dient.

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Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.