Wohnhaus

Mainzer Straße 25 · Neustadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_0956
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Mainzer Straße 25, 50678 Köln
Baujahr1903 bis 1906
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 21.01.1982
Stadtteil Neustadt/Süd

Das Objekt Ist ein zwischen 1903 und 1906 errichtetes Wohnhaus mit fünf Geschossen und einem Giebelgeschoß sowie drei Achsen, deren linke vom ersten bis zum dritten Obergeschoß als Erker mit aufgesetztem Balkon gestaltet ist. Den oberen Abschluß der Erkerachse bildet ein markanter, dreieckförmiger Ziergiebel. Die drei Obergeschosse stellen durch die Erkerachse, die glatten Fassadenflächen (Stuck mit Werksteincharakter) sowie die rechteckige Form der Fenster eine Einheit dar und sind durch je ein Fries deutlich vom rustizierten Erdgeschoß und Hochparterre bzw. vom Giebelgeschoß abgesetzt. Eine dekorative Untergliederung ist durch Fenstergesimse und die in jedem Geschoß unterschiedlichen Stuckierungen (u.a. Rundbogen- bzw. Korbbogenrahmungen auf Säulen bei den Fenstern im ersten Obergeschoß, geschoßverbindende, angedeutete Balkonbrüstungen zwischen den Fenstern des zweiten und dritten Obergeschosses) gegeben.

Erhaltenswerte Details im Hausinneren sind der Flur mit flächenbildenden Wand- und Deckenstuckierungen ab Schulterhöhe und dem Marmorfußboden mit einem aus bunt ornamentierten Fliesen gefügten Mittelgang; des weiteren die Marmortreppe bis zum ersten Podest, die in einer Terrazzotreppe ihre Fortsetzung findet, das schmiedeeiserne Treppengeländer mit Holzlauf, die originalen Flurfenster (im dritten Obergeschoß mit farbigem Glas), einige originale Wohnungsabschlüsse (Erdgeschoß und Giebelgeschoß) sowie - in den Wohnungen - einige Stuckdecken, Zimmertüren und Wandschränke in originalem Zustand. Besonders erwähnenswert ist ein originaler, eiserner Lastenaufzug seitlich der Balkone zum Innenhof.

Das Objekt zeichnet sich vor allem durch den repräsentativen Charakter seiner Jugendstilfassade sowie durch die handwerklich qualitätvollen Stuckdecken im Vorderhaus aus. Mit den angrenzenden Gebäuden Nr. 23, 21, 21a und 31, 33, 35 und 37 sowie mit den Häusern Nr. 28 und 24 auf der gegenüber liegenden Straßenseite bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble. Dokument für die repräsentative Bebauung im südlichen Teil der Neustadt (zwischen Bonner Straße und Rhein), wie sie hier im Rahmen des ab 1881 von Stübben ausgeführten Neustadtplans ursprünglich vorgesehen war.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0