Kreuzkapelle u. Gemeindehaus

Stammheimer Straße 22 · Riehl

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1259
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungKreuzkapelle u. Gemeindehaus
Adresse Stammheimer Straße 22, 50735 Köln
Baujahr1910
Eigentumkirchliches Eigentum
Eingetragen seit 10.01.1983
Stadtteil Riehl

Das Gebäude (Ev. Kreuzkapelle und Gemeindehaus) entstand um 1910. Es ist ein in die Straßenzeile integriertes Etagenhaus mit angefügtem Kirchensaal.

Auf zwei Hauptgeschosse folgt ein Mansarddach mit zwei Nutzetagen. In der Mittelachse durchbricht ein übergiebeltes Zwerchhaus mit Glocken-Dachreiter die Dachflächen. Die Mittelachse wird weiter betont durch den zweigeteilten Eingang mit Vordach, der in den Kapellensaal führt, sowie durch den dreiteiligen Erker im ersten Hauptgeschoß, der vor dem Zwerchhausfenster als Balkon ausgebildet ist. In den äußeren Achsen der Hauptfassade finden sich, asymmetrisch verteilt, Rechteckfenster in den oberen Geschossen sowie eine Durchfahrt (links) und die Haustüre zum Treppenhaus (rechts). Die wichtigste Gliederung erhält die ornmantfreie Putzfassade durch die Horizontal-Gesimse und durch die kleinteiligen Sprossenfenster.

Im Inneren der Etagen finden sich vereinzelt Türen aus der Erbauungszeit.

Der Kapellenraum besitzt heute eine schlichte Raumfassung aus der Zeit um 1950. Er fällt nicht unter die Bestimmungen des Denkmalschutzes.

Das Gebäude ist als schlichter, wohlproportionierter Baukörper in die Zeile der aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts stammenden Bebauung der Stammheimer Straße eingefügt. Die unauffällige Integration des kirchlichen Bauwerks in die bürgerliche, Wohnzwecken dienende Umgebung ist gelungen - entsprechend der seelsorglichen Situation der Gemeinde. Die wesentliche, architektonische Gliederung resultiert aus der Verteilung der Fassaden- und Dachflächen sowie aus der Erker-Plazierung und der Lage der Fenster.

Die Einrichtung des evangelischen Gemeindezentrums war Antwort auf das Anwachsen Riehls als wichtiger Wohnvorort im Norden der Altstadt seit den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Entsprechend der Minderheitensituation der evangelischen Gemeinde war dieser damals nur ein relativ bescheidenes Bauwerk möglich. Die städtebauliche Bedeutung resultiert vornehmlich aus der gelungenen Einfügung in die Häuserzeile und den Anpassungen besonders im Bereich der Dachzone.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0