Wohn- u. Geschäftshaus
Landmannstraße 12 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1468 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Landmannstraße 12, 50825 Köln |
| Baujahr | 1906 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 18.04.1983 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Das 1906 errichtete Gebäude ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Ehrenfeld. Die Landmannstraße ist Teil einer relativ geradlinig konzipierten Straßenanlage mit verschiedenen Plätzen in Neuehrenfeld. Sie führt von der Subbelrather Straße auf den Lenauplatz und mündet schließlich in die Nußbaumerstraße. Das Gebiet um die Landmannstraße wurde kurz vor der Jahrhundertwende von Alois Schlösser, dem Besitzer des Subbelrather Hofs, als Wohnviertel erschlossen. Im Zeitraum zwischen 1890 - 1910 wurde die Bebauung der Landmannstraße mit Mietstockwerkhäusern vorgenommen. Gelegen am Rand einer reinen Wohngegend, abseits der Ehrenfelder Produktionsbetriebe, entstanden Gebäude für Mieter mit mittleren Ansprüchen. Dafür und für die fortschreitende Erschließung Ehrenfelds sowie den starken Bevölkerungszuwachs um die Jahrhundertwende ist das vorliegende Objekt ein anschauliches Dokument.
Das dreigeschossige, dreiachsige Gebäude, das dem Typus des Kölner Dreifensterhauses folgt, ist über einem rustizierten Erdgeschoß glatt verputzt. Ein feiner, horizontaler Akzent ist durch einen feinen, achsverbindenden Fugenschnitt jeweils in der Fenstergesims-Zone gegeben. Der Dekor beschränkt sich ganz auf die Fenstereinfassungen und -bekrönungen. Das hervorgehobene erste Obergeschoß zeigt dabei einen Dekor u.a. mit sich durchdringenden Stäben und Kreuzblume, im zweiten Obergeschoß ist über einem vorkragenden Abschlußgesims ein Zinnenfries angelegt.
Das Innere des Hauses zeugt, wie auch das Äußere, von eher begrenztem Wohlstand (z.B. Eingangsflur mit Terrazzofußboden, Deckenstuck mit einfacher Rosette).
Das Gebäude bildet mit den Häusern Landmannstraße 2 - 10 ein Ensemble von besonderem städtebaulichen Wert. Gerade als relativ schlichtes Miethaus mit Ladenlokal ist es ein wichtiges und typisches Beispiel für die Erschließung Neuehrenfelds, war und ist doch der Abschnitt der Landmannstraße zwischen Subbelrather Straße und Lenauplatz die Einkaufsstraße des Viertels für den täglichen Bedarf.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0