Wohnhaus
Teutoburger Straße 40 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1576 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Teutoburger Straße 40, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1906 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 02.08.1983 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der südlichen Neustadt (Südstadt) dokumentiert. Die Bebauung nach dem von H.J. Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan verlief in mehreren Phasen. Die Teutoburger Straße entstand ziemlich einheitlich zwischen 1904 - 1908, vereinzelt 1911/12 als eine Allee mit viergeschossigen Häusern mit Giebel-, Kellergeschoß und Erker.
Das viergeschossige Wohnhaus mit Giebel- und Kellergeschoß (Gewerberaum) wurde um 1906 errichtet. Es zeigt eine zweiachsige Stuckfassade in Jugendstil, die mit unregelmäßig verteilten, bossierten Quadern rustiziert ist. Abrundungen von Erker-, Fenster- und Giebelecken sowie sparsame, traditionelle Dekorelemente (Säulchen, Girlanden) lassen diese schmale, vertikal akzentuierte Fassade - zusätzlich zur Bossierung - felsenartig romantisch wirken.
In der ersten Achse wölbt sich im ersten und zweiten Obergeschoß ein Erker hervor, der im dritten Obergeschoß eckig wird und in der Giebelzone einen Balkon bildet. Ein mächtiger Ziergiebel mit zwei Rundbogenfenstern bzw. -türen und zwei Okuli krönt die linke Hälfte der Fassade. Die zweite Achse zeigt je ein breites Korbbogenfenster (in den Achsen in je eine Loggia versenkt) pro Geschoß; im Kellergeschoß ein breites, rechteckiges Fenster und im Mansarddach eine rundbogige Dachgaube.
Horizontal ist die Fassade in fünf Zonen aufgeteilt: In einen rustizierten Sockel (Kellergeschoß) mit einem Eingang (erste Achse), Halbfenster (zweite Achse) und Haupteingang links (mit einem nierenförmigen Oberlicht), in das Erdgeschoß, in die Obergeschoßzone (erstes und zweites Obergeschoß) mit abgerundetem Erker (erste Achse) und Loggien (zweite Achse), in das dritte Obergeschoß (zweimal gebrochener Erker mit Balkon) und in die Dach- bzw. Giebelzone. Die Trennung dieser Zonen erfolgt jeweils durch Gurt- bzw. Fensterbank- bzw. Kranzgesims.
Im Eingangsbereich des Hausflurs dokumentieren Decken und Wandstuck sowie Reste einer Marmorwandverkleidung die ursprünglich reiche und repräsentative Ausstattung des Hausinneren. Davon ist im Treppenhaus noch eine Terrazzotreppe mit Holzhandlauf erhalten geblieben. Die Grundrißform des Hauses sowie die Gestaltung des Erdgeschosses erinnern an den ehemals für Köln charakteristischen Haustypus - das Dreifensterhaus. Allerdings verschmolzen hier die ersten zwei Achsen dieses Typs in eine Erkerachse, so daß eine zweiachsige Fassade entstand.
Städtebaulich bildet ds o.g. Haus einen Bestandteil einer Straßenfront der Teutoburger Straße. In Korrespondenz in Maßstab, Form, Stil und Proportionen mit den Nachbarhäusern Nr. 32 - 38 und anderen Gebäuden der nahen Umgebung dokumentiert dies das ursprüngliche Erscheinungsbild dieser Allee als ein städtebauliches Ensemble.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0