Teutoburger Str.
Benannt nach dem Teutoburger Wald, dem Mittelgebirge in Nordrhein-Westfalen / Niedersachsen, in dem nach langer Tradition die berühmte Varusschlacht (auch „Schlacht im Teutoburger Wald") im Herbst 9 n. Chr. stattgefunden haben soll. Bei dieser Schlacht vernichteten germanische Stämme unter Arminius (Hermann), einem Cheruskerfürsten und ehemaligen Offizier in römischen Diensten, drei römische Legionen unter Publius Quinctilius Varus — eine der schwersten Niederlagen der römischen Militärgeschichte. Die Schlacht stoppte die geplante Provinzialisierung Germaniens rechts des Rheins; die Rheingrenze wurde zur permanenten Reichsgrenze. Der heute identifizierte Schlachtort liegt nicht im namensgebenden Teutoburger Wald, sondern bei Kalkriese bei Osnabrück (Funde seit 1987). Das Hermannsdenkmal auf der Grotenburg bei Detmold (1875 eingeweiht) machte Arminius/Hermann zur Symbolfigur der deutschen Nationalbewegung des 19. Jh. Im germanisch-römischen Cluster der Neustadt-Süd ist die Teutoburger Str. die antike Schlüsselszene des Konflikts Rom-Germanien.
Quellen: