Wohnhaus
Florastraße 37 · Nippes
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1649 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Florastraße 37, 50733 Köln |
| Baujahr | um 1870 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 05.10.1983 |
| Stadtteil | Nippes |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, insbesondere für den Stadtteil Nippes, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Nippes hat sich aus einer im Mittelalter zur Herrlichkeit Mauenheim gehörenden Ansammlung von Höfen entwickelt, von denen einer am Nipp (= steil abfallende Höhe) gelegen, dem Stadtteil den Namen gab. Dieser wuchs erst aufgrund von Industrieansiedlungen (Porzellanfabrik, Werkstätte Rheinische Eisenbahn) in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer relativ geschlossenen Stadtlandschaft zusammen und wurde erst 1888 in die Stadt Köln eingemeindet.
Das dreigeschossige Miethaus mit vier Achsen dokumentiert aufgrund seines Baujahres um 1870 die Bauform eines einfachen Vorstadt-Miethauses und gehört zu den ältesten Bauten dieses Stadtteils. Die sehr schlichte Fassade aus Ziegelsteinmauerwerk weist nur im ersten Obergeschoß einen durchlaufenden, glatten Brüstungsfries mit Fensterbankgesims in Stuck auf, bemerkenswert sind noch die glatte Türrahmung und die Fensterbänke (vor allem im Erdgeschoß) in Naturstein.
Im Mauerwerk stehen über den Fenstern des ersten Obergeschosses Segmentbögen bzw. Giebelüberdachungen, im zweiten ist die Fensterüberdachung auf einen einfachen Bogen reduziert. Das gemauerte Kranzgesims ist relativ abwechslungsreich gestaltet. Auf dem Satteldach sind zwei Gauben sichtbar.
Das Hinterhaus steht mit seinem schmalen Anbau an einem schmalen Innenhof mit anliegenden Gärtchen (auch hier Ziegelsteinfassade mit Stichbogenfenstern).
Im Inneren wurde eine Holztreppe mit Holzgeländer angetroffen.
Die Florastraße hat als schmale Wohnstraße ihren Charakter aus dem 19. Jahrhundert bewahren können. Dieser wird auch durch die Maßstäblichkeit und Gestaltung des o.g. Hauses bestimmt, so daß es zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Straße und des Stadtteils wird.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0