Wohn- u. Geschäftshaus
Landmannstraße 14 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1663 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Landmannstraße 14, 50825 Köln |
| Baujahr | 1906 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 06.10.1983 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Ehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Er entstand 1894 als erster, planmäßig angelegter, linksrheinischer Vorort aufgrund einer spekulativen Initiative von Köln aus (unter Mitwirkung von Stadtbaumeister Weyer), da in der engen Mauerumwallung Kölns die Bauplätze knapp wurden. Der Ort gewann durch industrielle Ansiedlungen schnell an Bedeutung und Ausdehnung und war kurzzeitig, bis zur Eingliederung nach Köln Ende des 19. Jahrhunderts, eine selbständige Stadt. Das Haus ist ein geschichtliches Dokument des Gewerbe- und Wohnbaus in dieser Vorstadt nach der Eingemeindung durch Köln.
Das dreigeschossige Wohn- und Geschäftshaus mit drei Achsen ist im Jahr 1906 erbaut worden und somit ein spätes Beispiel eines Gebäudes mit einer klassizistisch-historisierenden Stuckfassade. Die einfache Ausschmückung zeigt über dem als Ladengeschoß ausgebauten Erdgeschoß einen streng axialen Aufbau, der mit einer starken Betonung der Mittelachse einher geht. Im ersten Obergeschoß bewirkt das die kräftige Übergiebelung des breiten Mittelfensters, zu der noch ein Brüstungsfries in der Mitte des fassadenbreiten Fensterbankgesimses hinzukommt. Die beiden schmaleren Seitenfenster sind nur mit einem kurzen Gesims überdacht. Im zweiten Obergeschoß wiederholt sich die Dreiergruppe mit einfacherem Formenschmuck. Hier nimmt das Mittelfenster die Gesimsüberdachung des ersten Obergeschosses auf, während die von Segmentbogen überwölbten Nebenfenster nur mit einem mittleren Schlußstein geschmückt sind. Alle drei Fenster werden auch hier durch ein Fensterbankgesims zusammengefaßt. Das breite Kranzgesims ist der originale Abschluß der Fassade, der in neuerer Zeit ein Dachgeschoß aufgesetzt wurde. Die rückwärtige Fassade (mit Hinterhaus) ist in Backstein gehalten.
Im Inneren weist der Eingang den originalen Terrazzoboden auf. An der Decke sind noch die Kehlleiste und eine Stukkrosette vorhanden, die Terrazzotreppe mit Holzgeländer ist ebenfalls original. In den Wohnungen blieben nur im Hinterhaus die ursprünglichen Türen erhalten. Die Fenster sind stilistisch ähnlich erneuert.
Städtebaulich ist festzustellen, daß die gesamte Landmannstraße im Ensemble-Bereich Neuehrenfelds liegt. Das o.g. Gebäude ist im örtlichen Straßenbereich eines der wenigen, erhalten gebliebenen, raum- und charakterbildenden und deshalb für die Landmannstraße unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0