Wohn- u. Geschäftshaus
Landmannstraße 22 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3689 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Landmannstraße 22, 50825 Köln |
| Baujahr | 1907 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 06.08.1986 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Der in Ecklage zur Merkensstraße errichtete Bau weist sich als 3-geschossiges, mit Giebelgeschoß (verändert) versehenes Geschäfts-Wohnhaus von 3:4 Achsen aus. Seine Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe. Von Bedeutung ist seine architektonische Gestaltung, die sich vor allem an den Straßenfassaden - Putzfassaden mit Stuckgliederung - äußert. Sie besitzen strengen axialen Aufbau, klare durch Gesimse betonte Geschoßgliederung. Durch kräftige Rustizierung wird die lasttragende Eigenschaft des Erdgeschosses gekennzeichnet; feiner Fugenschnitt strukturiert die Wandflächen der oberen Geschosse. Jugendstil - Ornamente zieren einige Mauerfelder zwischen 1. und 2. Obergeschoß und an der abgeschrägten Hausecke. Die Abschrägung der Ecke ist ein zwischen den beiden Hausfronten vermittelndes Architekturelement, womit auch der Baukörper dem Straßenraum (Einmündung der Merkens- in die Landmannstraße) angepaßt wurde. Seine architektonische Entsprechung findet das Haus in der gegenüberliegenden, weitgehend intakten Reihe aus historischen Häusern der Landmannstraße zwischen Fridolinstraße und Lenauplatz (Nr. 15 - 37/Eckhaus Lenauplatz).
Das Haus ist ein Zeugnis der Orts-, Siedlungs- und Baugeschichte von Köln. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauung der in Neu-Ehrenfeld gelegenen Landmannstraße im Jahre 1907. Als Ende des 19. Jahrhunderts der intensive Ausbau des einstigen Subbelraths - später Neuehrenfeld - zum städtisch geprägten Wohnbereich begann, waren Lenauplatz und Landmannstraße ein Ausgangspunkt der Straßenerschließung dieses Kölner Vorortes.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0