Wohnhaus
Mauenheimer Straße 17 · Nippes
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1732 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Mauenheimer Straße 17, 50733 Köln |
| Baujahr | um 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 10.11.1983 |
| Stadtteil | Nippes |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, insbesondere für den Stadtteil Nippes, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Nippes hat sich aus einer im Mittelalter zur Herrlichkeit Mauenheim gehörenden Ansammlung von Höfen entwickelt, von denen einer am Nipp (= steil abfallende Höhe) gelegen, dem Stadtteil den Namen gab. Dieser wuchs erst aufgrund von Industrieansiedlungen (Porzellanfabrik, Werkstätte der Rheinischen Eisenbahn) in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer relativ geschlossenen Stadtlandschaft zusammen und wurde erst 1888 in die Stadt Köln eingemeindet.
Das viergeschossige Gebäude aus der Jahrhundertwende mit vier Achsen überragt die gleichaltrige Nachbarbebauung um das dritte, kniestockartige Obergeschoß und ist mit einer historisierenden Stuckfassade ausgestattet. Seine klare, eigenständige Ornamentik ist in allen Geschossen gut erhalten.
Über einem glatten Sockel mit relativ großen Kellerfenstern ist das Erdgeschoß ab einem flachen Fenstergesims horizontal gequadert, wobei die Fensterstürze werksteinartige Fugen aufweisen. Über dem ausgeprägten Fenstergesims des ersten Obergeschosses stehen vier gleiche Fenster, deren Stuckumrahmung über den Stürzen sich zu Schleifen aus halbrunden Stuckbändern mit eingeschlossenem, mittleren Quadrat formen. Diese an die Spätgotik anklingende Schmuckform wiederholt sich im zweiten Obergeschoß innerhalb eines leicht vorspringenden, glatten Rahmens um die Fenster. Zwischen beiden Geschossen ist die Brüstung von horizontalen Gesimsen begrenzt. Über einem Fenstergesims sind im dritten Obergeschoß die niedrigen Fenster mit pfeilerartigen Gebäuden gefaßt, die ein mit Konsolen unterstütztes Kranzgesims tragen. Das Satteldach trägt keine Gauben.
Im Inneren hat sich im Eingang Deckenstuck erhalten (Holztreppe mit Holzgeländer).
Die Mauenheimer Straße weist noch überwiegend originalen Baubestand aus der Jahrhundertwende auf. Sie ist eine der ältesten Straßen dieses Stadtteils, ihre Wohnbebauung hat sich entlang des vorhandenen Flurwegs entwickelt. Durch die heutige Verkehrsführung (erschwerte Anbindung an die Neußer Straße) wurde ihr ursprünglicher Wohncharakter bewahrt und sogar weitgehend gefördert. Das Gebäude ist deshalb ein unverzichtbarer Teil des überwiegend original erhaltenen Straßenraums.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0