Wohnhaus
Mauenheimer Straße 13 · Nippes
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0897 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Mauenheimer Straße 13, 50733 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 08.01.1982 |
| Stadtteil | Nippes |
Erbaut 1897, auf dem "Keilstein" der Türöffnung inschriftlich datiert: 1899. L-förmiger Grundriß, 3 Geschosse, 4 Achsen; Satteldach.
Klassizistische Putz- und Stuckfassade mit hohen, schmalen, engstehenden Tür- und Fensteröffnungen und kräftigen horizontalen Gliederungen durch Gesimse, Fensterbänke und -verdachungen, sparsam dekoriert in Anklängen an Schmuckformen der Renaissance; originale Haustür.
Rückseite verputzt; kleiner Hof.
Im Innern original erhalten: sparsamer Deckenstuck in Vestibül und Hausflur, im Hausflur mehrfarbig gemusterter Fliesenboden, Holztreppe und -geländer mit gedrechselten Stäben und Antrittspfosten.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Die Mauenheimer Straße ist wie ihre östliche Verlängerung, die Florastraße, aus einem alten Weg hervorgegangen, der die Mauenheimer Höfe - als einziger erhalten geblieben der Altenberger Hof - mit Neusser und Niehler Straße sowie mit Riehl und dem zur Mülheimer Rheinfähre führenden Weg, der späteren Riehler Straße, verband.
Ursprünglich gleichsam ein Anhängsel der Mauenheimer Höfe, hatte das dörfliche Nippes seinen Siedlungsschwerpunkt im Kreuzungsbereich von Neusser und Mauenheimer/Flora-Straße. An der Mauenheimer Straße entstand denn auch 1850-52 die erste Nippeser Kirche (heute St. Heinrich und Kunigund). Mit seiner in den 1860er Jahren einsetzenden industriellen Entwicklung dehnte sich der Ort v. a. nach Süden hin aus. Mitbedingt durch ihre Lage am westlichen Uferrand eines vorgeschichtlichen Rheinarmes, an den noch in den frühen 1890er Jahren die Teiche des "Nippeser Tälchens" erinnerten, war die Mauenheimer Straße um 1888, als mit der Bürgermeisterei Longerich auch Nippes nach Köln eingemeindet wurde, noch durch eine nur lockere Bebauung überwiegend ländlichen Charakters geprägt.
Kontinuierliche Bebauung durch mehrgeschossige Miethäuser - eine dringende Notwendigkeit angesichts der durch rapides Bevölkerungswachstum entstandenen Wohnungsnot - setzte erst nach 1895 ein. Innerhalb weniger Jahre entstanden zunächst nördlich der später angelegten Schillstraße 1897 die Häuser Nr. 50 und 52 sowie 70-78, dann im südlichen Bereich der Mauenheimer Straße 1897/98 die Häuser Nr. 13-23 und 1899/1900 Nr. 4-26.
Die 1897/98 in einem Zuge errichtete Häusergruppe Nr. 13-23, bis auf Nr. 19 und 21 im wesentlichen erhalten geblieben, grenzte im Nordwesten mit Nr. 23 an den Kirchhof und schließt südöstlich mit leicht zurückspringender Fluchtlinie an die Nr. 1-11 geschlossen erhaltene, z. T. etwas ältere Bebauung nahe der Neusser Straße an. Das Haus Nr. 13, ursprünglich - abgesehen von kleinen Abweichungen in der Dekoration - spiegelgleich dem stärker veränderten Nachbarhaus Nr. 15, ist ein unverzichtbarer Bestandteil dieses Ensembles und ein typischer Vertreter des schlichten Nippeser Mietwohnbaus des späten 19. Jahrhunderts.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0