Wohnhaus
Gabelsbergerstraße 17 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1868 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Gabelsbergerstraße 17, 50674 Köln |
| Baujahr | 1904 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 24.11.1983 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des westlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von H.J. Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Ring und den preußischen Befestigungsanlagen Miet- und Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen entstehen.
Das ursprünglich viergeschossige Haus mit Kellergeschoß wurde 1904 errichtet. Es zeigt eine siebenachsige Fassade mit flachem und sparsamen Stuckdekor in geometrischem Jugendstil. Die Fassadengliederung weist einen auf die Eingangsachse bezogenen (vierte Ache), symmetrischen Aufbau auf, wobei jeweils die äußeren zwei Achsen je einen flachen Flügel bilden, die mittleren drei Achsen einen durch zwei Erker plastisch gestalteten Mittelteil. Die unteren Geschosse (Keller, Erdgeschoß, erstes Obergeschoß) bilden eine Dreisockelzone, über die sich die oberen, ursprünglich zwei, Geschosse (zweites und drittes Obergeschoß), zusammmengefaßt durch Backstein- bzw. Putzstreifen, erheben.
Im Hausinneren sind erhaltenswürdig: Terrazzotreppe mit Eisengeländer und Holzlauf im Treppenhaus und originale Grundrißstruktur der Wohnungseinheiten sowie Deckenstuck-Dekor in den Wohnräumen.
Mit dem Nachbarhaus Nr. 15 bildet das Objekt ein Doppelhaus, das seinerseits einen Teil eines städtebaulichen Ensembles (Nr. 15 bis 19) darstellt. Diese Bauten korrespondieren untereinander in Maß, Proportionen und Stil und dokumentieren die Erstbebauung dieser, entlang dem Bahndamm verlaufenden, Straße.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0