Wohnhaus
Försterstraße 46 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6157 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Försterstraße 46, 50825 Köln |
| Baujahr | 1911 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 21.08.1991 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
1911 erbaut, Architekt Rudolf Brovot. 2 Geschosse, 2 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit Giebelhaus in der linken Achse; dort auch Erker auf trapezförmigem Grundriß. Neoklassizistische Putzfassade mit Jugendstildekorationselementen, Werksteinsockel. Haustür verändert, Fenster weitgehend original. Rückseite: backsteinsichtig; Fenster und Türen weitgehend original, Terrasse im EG mit originalem Brüstungsgeländer; Balkon im 1. OG. Im Innern original erhalten: im Eingangsbereich Boden und Treppenaufgang in Marmor, Fliesenboden in der Diele; vom Eingang bis zur Haupttreppe reichende Holztäfelung; Kellertür; Holztreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben und Antrittspfosten; Zimmertüren; im EG straßenseitiger Raum mit Parkettboden, Wand- und Bodenfliesen in der Küche; Reste von Deckenstuck im EG und 1. OG.
In dem ab der Jahrhundertwende als eine Art Stadterweiterung zu Altehrenfeld erschlossenen Neuehrenfeld zählt die Försterstraße als Verbindung zwischen Ottostraße und Lenauplatz zu den ersten Siedlungsansätzen. Das o. g. Objekt befindet sich in dem später bebauten, zum Lenauplatz orientierten Straßenbereich. Es ist wichtiger integraler Bestandteil einer symmetrischen, nach Entwürfen des Architekten Rudolf Brovot errichteten Häusergruppe (Nr. 44 bis Nr. 50). Brovot war bevorzugter Baumeister des Stadtverordneten, Maklers und Bankiers Franz Zilkens, auf dessen Initiative dieser Bezirk Neuehrenfelds erschlossen wurde. Das Gebäude veranschaulicht die insbesondere für die Brovotschen Bauten der Zehnerjahre, die vielfach gruppen- oder paarweise aufeinander bezogen erscheinen, typischen Merkmale (vgl. auch Siemensstraße Nr. 43 bis 49, Nußbaumerstraße Nr. 36 bis 46): die Zwei-AchsenGliederung, der charakteristische Dachausbau; sparsame, zuweilen Elemente des sog. Heimatstils, vereinzelt solche des Jugendstils aufnehmende Dekorationen, die die damals aufkommende Vorliebe für schlichtere und strengere Formen verdeutlichen. Bei den Häusern an der Försterstraße stellt der Werksteinsockel ein zusätzliches markantes Detail dar. Das o. g. Objekt, dessen Innenausstattung zum großen Teil erhalten blieb und somit auch Aufschluß über die damals bevorzugte Ausstattung der Häuser geben kann, wird daher sowohl als Beleg für das Werk eines bestimmten Architekten als auch für die stadtteilspezifische gehobene Wohnbebauung im frühen 20. Jahrhundert zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0