Wohnhaus

Steinbergerstraße 30 · Nippes

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1927
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Steinbergerstraße 30, 50733 Köln
Baujahrum 1910
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 02.12.1983
Stadtteil Nippes

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, insbesondere für den Stadtteil Nippes, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Nippes hat sich aus einer im Mittelalter zur Herrlichkeit Mauenheim gehörenden Ansammlung von Höfen entwickelt, von denen einer, am Nipp (= steil abfallende Höhe) gelegen, dem Stadtteil den Namen gab. Dieser wuchs erst aufgrund von Industrie-Ansiedlungen (Porzellanfabrik, Werkstätte der Rheinischen Eisenbahn) in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer relativ geschlossenen Stadtlandschaft zusammen und wurde erst 1888 in die Stadt Köln eingemeindet. Die Steinbergerstraße ist eine Wohnstraße im südlichen Teil von Nippes und ist eine Querstraße zur Kempener- und Neusser Straße.

Das um 1910 erbaute, dreigeschossige Mietstockwerkgebäude besitzt eine Stuckfassade mit drei Achsen. In den beiden Obergeschossen wird die Axialität insbesondere durch den zweifensterigen Mittelerker betont, der im Dachgeschoß von einem Zwerchgiebel mit giebelartigem Dachabschluß überkrönt wird. Der späte Historismus der Fassade zeigt sich in der durchlaufenden Rustika-Struktur des Stucks mit Segmentbogenfugen. Die rückwärtige Fassade ist in Backstein original verblieben.

Im Inneren zeigt der Eingangsflur den originalen Terrazzoboden (mit Ornament) sowie die originale Stuckdecke. Die Terrazzotreppe mit Holzgeländer führt in die Obergeschosse, wo noch teilweise originale Stuckdecken angetroffen werden.

Städtebaulich ist auf die von Haus Nr. 26 bis 32 durchlaufende Originalbebauung hinzuweisen, worin das o.g. Gebäude ein unverzichtbares Bindeglied darstellt. Das Gebäude dokumentiert den bürgerlichen Miethausbau im ausgehenden Historismus innerhalb des weitgehend original erhaltenen Straßenraums, dessen Maßstäblichkeit von dieser Architektur geprägt wird.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0